Die Skicrosserin Daniela Maier feiert bei den Olympischen Winterspielen in Italien ihren größten Erfolg. Und das nach einem turbulenten Olympia-Erlebnis vor vier Jahren.
Nächste GoldmedailleMaier gewinnt im Olympia-Skicross

Daniela Maier hat für die nächste deutsche Olympia-Goldmedaille gesorgt.
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Daniela Maier hat sich zur ersten deutschen Olympiasiegerin im Skicross gekrönt. Vier Jahre nach der umstrittenen Bronze-Entscheidung von Peking setzte sich die 29-Jährige bei den Olympischen Winterspielen in Italien im Finale durch.
Sie verwies Fanny Smith aus der Schweiz und die Schwedin Sandra Näslund auf die weiteren Medaillenplätze und feierte den größten Erfolg ihrer Karriere.
Daniela Maier: Achterbahn der Gefühle vor vier Jahren
Maiers Gold ist die erste deutsche Medaille im Livigno Snow Park. 2022 in Peking hatte sie mit Bronze für die erste deutsche Ski-Cross-Medaille überhaupt gesorgt.
Maier, die zuletzt gesundheitlich leicht angeschlagen war, kam gut in den Wettkampf und entschied die Qualifikation für sich. Auch in den K.o.-Runden, in denen jeweils die beiden schnellsten Läuferinnen weiterkamen, hinterließ sie einen sehr starken Eindruck – getragen von der Euphorie aus den jüngsten Erfolgen bei zwei der zurückliegenden drei Weltcups.
2022 hatte Maier noch eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Zunächst war die Schweizerin Fanny Smith auf dem dritten Platz ins Ziel gekommen, einen Rang vor Maier. Die Jury bestätigte damals allerdings nur Gold und Silber sofort. Der dritte Platz wurde Smith nach einem minutenlangen Videostudium aberkannt.
Nach Meinung der Jury war Maier von ihrer Konkurrentin durch einen Schritt nach links behindert worden. Erst nach einer monatelangen Zitterpartie entschied der Internationale Sportgerichtshof Cas, dass sowohl Maier als auch Smith Bronze bekommen sollten. Dieses Mal war alles von Beginn an klar.
Bereits im Achtelfinale schieden die übrigen deutschen Starterinnen Luisa Klapprott, Leonie Bachl-Staudinger und Veronika Redder aus. (dpa)

