Über Jahre waren die Blitzer auf der Zoobrücke außer Betrieb, jetzt sollen die Kontrollen bald starten.
Ab Anfang DezemberStadt Köln blitzt wieder auf der Zoobrücke

Ein Blitzer auf der Zoobrücke.
Copyright: Arton Krasniqi
Die neuen Blitzer auf der Zoobrücke sollen Anfang Dezember in Betrieb genommen werden. Das teilte ein Stadtsprecher mit: „Nach aktuellem Stand soll eine Inbetriebnahme der neuen Messsäulen – wie Ende September mitgeteilt – Anfang Dezember erfolgen.“
Wie am 27. September berichtet, ging die Verwaltung damals von einer Inbetriebnahme im November/Anfang Dezember aus. Und das war schon eine Verzögerung: Ursprünglich sollten die beiden neuen Blitzer ab Ende des dritten Quartals, also September, Tempoverstöße dokumentieren.
Ein städtischer Sprecher begründete die Verzögerung mit „aufwändigeren technischen Maßnahmen, unter anderem der notwendigen Statikprüfungen“.
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Bundesweite Aufmerksamkeit für Kölner Blitzer
Seit dem 1. Oktober 2023 gilt auf der Zoobrücke Tempo 50 statt 80. Doch kurz danach kam heraus, dass die Stadt das neue Tempolimit gar nicht kontrollieren kann. Teils waren die Blitzer seit 2014 kaputt. Bundesweit verursachten die defekten Blitzer Aufmerksamkeit und Häme, unter anderem das Satire-TV-Magazin „extra 3“ schrieb: „Realer Irrsinn: Kaputte Blitzer auf Kölner Zoobrücke“.
Zunächst handelt es sich um einen sechsmonatigen Testbetrieb des neuartigen Systems. Laufen die Blitzer erfolgreich, kann die Stadt sie mieten oder kaufen. Messungen per Seitenradar zeigen, dass 15 Prozent der Fahrzeuge stadteinwärts schneller als 56 Stundenkilometer (km/h) fahren, stadtauswärts sind es 58 km/h.
Die restlichen 85 Prozent fahren langsamer. Laut Stadt dient die Messung per Seitenradar anders als die neuen Blitzer nur der Verkehrserhebung. (mhe)

