In Köln-Ehrenfeld haben FC-Ultras ein denkmalgeschütztes Haus mit einem riesigen Schriftzug besprüht. Nicht alle stört es.
„Wird immer schlimmer“FC-Ultras mit Farbattacke auf denkmalgeschütztes Haus in Ehrenfeld

Springt ins Auge: Mitten auf der Venloer Straße in Ehrenfeld haben FC-Ultras ein denkmalgeschütztes Haus besprüht.
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Die Hardcore-Fans des 1. FC Köln fallen immer wieder durch Aktionen auf. Nun wurde ein Gebäude mit Wohnungen und Geschäften in Köln-Ehrenfeld zum Ziel.
Auffällige rote Farbe und mächtige Buchstaben, die wegen ihrer besonderen Gestaltung zu schweben scheinen: Unterstützer der Ultras vom 1. FC Köln haben sich ein historisch geschütztes Gebäude in Ehrenfeld ausgesucht.
Kölner Pensionär: „Keine Ahnung, wie die das gemacht haben“
Der Schriftzug „Ultras 1. FC Köln“ erschien über Nacht an der Außenwand des Gebäudes mit Wohnungen und Läden in der Venloer Straße 228. „Als wir aus dem Urlaub kamen, war der Schriftzug da“, erzählt ein Pensionär, der in dem Haus wohnt: „Keine Ahnung, wie die das gemacht haben. Aus dem Haus wird es keiner gewesen sein.“
Er fügt hinzu, dass in dem Gebäude keine FC-Anhänger leben, möglicherweise mit Ausnahme von ihm. Er sei jedoch kein Ultra. Seine Gattin meint im Hintergrund abwinkend: „Das mit den Schmierereien wird doch überall immer schlimmer.“
Gebäude in Köln-Ehrenfeld ist ein Baudenkmal
Zusammen mit dem Nagelstudio zur Linken und dem Thai-Massage-Salon rechts vom Eingang entsteht ein malerisches Gesamtbild. Die Szene ist jedenfalls nicht so unschön wie viele andere Sprühereien in der Stadt (und am Gebäude selbst). Sie würde sich sogar gut in einem Bildband über das lebendige Ehrenfeld machen. Könnte man diese auffällige Markierung des Territoriums eventuell als Kunst ansehen und nicht nur als Vandalismus?
Ein Angestellter der Immobilienverwaltung gab im Büro am Hohenzollernring auf Nachfrage eine Stellungnahme zu der Aktion ab. Das Gebäude wurde 1892 errichtet und 1984 durch die Stadt Köln als Baudenkmal eingestuft. Der Vorfall stellt eine Sachbeschädigung dar und eine fachgerechte Beseitigung des Graffitis wäre mit Ausgaben verbunden. Man habe aber darauf verzichtet, Anzeige zu erstatten. Die Suche nach den Tätern sei sowieso ohne Erfolgsaussicht. Überdies ist für das Gebäude ohnehin eine Renovierung geplant. (red)
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