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Einigung nach langer VerhandlungGrüne, CDU und SPD ordnen die Kölner Stadtspitze neu

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Das Stadthaus in Deutz beherbergt das Technische Rathaus der Stadt Köln.

Das Stadthaus in Deutz beherbergt das Technische Rathaus der Stadt Köln. 

Die Grünen erhalten das Vorschlagsrecht für den Posten der Stadtdirektorin. Kämmerin Dörte Diemert gilt als Wunschbesetzung.

Stadtkämmerin Dörte Diemert wird wohl nach dem Ausscheiden von Ordnungsdezernentin Andrea Blome aus dem Kölner Stadtvorstand den Posten der Stadtdirektorin übernehmen. Grüne, CDU und SPD haben sich im Rahmen einer Neuordnung der Verwaltungsspitze darauf geeinigt, den Grünen das Vorschlagsrecht zu überlassen, wie die drei Fraktionen am Mittwochabend mitteilten. Diemert gilt als ersonnene Lösung. Befindet sich Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) im Urlaub, übernimmt die Stadtdirektorin.

CDU und Grüne verlieren jeweils ein Dezernat

Die drei Fraktionen und der OB haben laut der Mitteilung weitere Personalentscheidungen getroffen. Das bisherige Personal- und Ordnungsdezernat soll in zwei neue Dezernate aufgeteilt werden. SPD und CDU dürfen für jeweils eines davon eine Kandidatin oder einen Kandidaten vorschlagen.

Das im Jahr 2021 neu gegründete und aus dem Baudezernat herausgelöste Wirtschafts- und Stadtentwicklungsdezernat wird aufgelöst und soll wieder im Baudezernat aufgehen. Dort soll auch die Funktion eines „Stadtbaumeisters“ angesiedelt sein. Wirtschaftsdezernent Andree Haack soll Markus Greitemanns Nachfolge antreten. Die CDU verliert so eines ihrer bislang vier Dezernate.

Die Grünen werden ebenfalls ein Dezernat einbüßen, allerdings erst dann, wenn sich Sozialdezernent Harald Rau 2028 in den Ruhestand verabschiedet. Seine Aufgaben soll dann vor allem Schul- und Sportdezernent Robert Voigtsberger übernehmen. Die drei Fraktionen planen zudem gemeinsam, einen Doppelhaushalt 2027/2028 aufzustellen.