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Neue Analyse zeigt HandlungsbedarfKöln und Region besonders stark von „Hitzeinseln“ betroffen

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Sommerhitze

Viele Menschen in NRW sind einer Analyse von extremer Hitze betroffen. (Symbolbild)

Bis zu 7,5 Millionen Einwohner in NRW sind von städtischer Überhitzung betroffen. Der Handlungsbedarf ist vorrangig im Rheinland groß.

Bis zu 7,5 Millionen Bürger in Nordrhein-Westfalen leben laut einer aktuellen Klimastudie an extremen Sommertagen auf sogenannten „Hitzeinseln“. Diese Zahl, die 42 Prozent der Bevölkerung ausmacht, wurde vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (Lanuk) veröffentlicht. Ein entscheidendes Kriterium für diese Klassifizierung ist das Ausbleiben einer merklichen Abkühlung während der Nacht. Man spricht in solchen Fällen häufig von „tropischen Nächten“.

Zahlreichen kommunalen Vertretern wurde der neue Klimaatlas kürzlich vorgestellt. In diesem Online-Werkzeug, dem Klimaatlas NRW, sind die Siedlungen verzeichnet, die einer besonderen Hitzebedrohung ausgesetzt sind. Die „Klimaanalysekarte (nacht)“ ermöglicht es, nach Auswahl des Szenarios „extremer Sommertag“, die betroffenen Bereiche zu identifizieren. In der Darstellung markieren blaue Pfeile zudem Kaltluftschneisen, die für die Abkühlung wichtig sind und nicht durch Neubebauung versperrt werden dürfen.

Hoher Handlungsbedarf in Köln und Umland

Der Klimaatlas dient den Kommunen als Hilfsmittel, um dringenden Handlungsbedarf in Siedlungsbereichen zu identifizieren. In einer „Planungshinweiskarte“ werden Zonen mit den Prioritäten 1 (lila) und 2 (rot) ausgewiesen. Laut dpa-Informationen gibt das Landesamt den Gemeinden konkrete Empfehlungen an die Hand. Dazu zählen die Pflanzung von mehr schattenspendenden Bäumen, die Begrünung von Dächern und Fassaden, die Entsiegelung von Flächen sowie die Anlage von Wasserelementen. Auch die Schaffung begrünter Korridore für eine verbesserte Durchlüftung könnte die Hitze in den Quartieren mildern.

Laut den Daten des Landesamtes ist der Handlungsbedarf in etlichen rheinländischen Kommunen besonders ausgeprägt. So beträgt der Anteil der Bewohner in Zonen mit dringendem Handlungsbedarf in den Städten Niederkassel, Wesseling und Troisdorf mehr als 80 Prozent. Unmittelbar darauf folgen Monheim, Düsseldorf sowie Köln mit Bevölkerungsanteilen, die sich zwischen 75 und knapp 80 Prozent bewegen. Im Kontrast dazu stehen Gemeinden, für die kein dringender Handlungsbedarf ermittelt wurde, wie zum Beispiel Schmallenberg und Winterberg im Regierungsbezirk Arnsberg. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.