Da die Premiere im vergangenen Jahr gut angekommen ist, hat Impro Köln die Sitzung in den Ehrenfelder Club Artheater verlegt.
„Haben nichts vorbereitet“Kölner Theater improvisiert ganze Karnevalssitzung „Hin und jeck“

Impro Köln veranstaltet eine improvisierte Karnevalssitzung im Ehrenfelder Club Artheater
Copyright: Impro Köln
Bei einer Karnevalssitzung ist alles durchgetaktet und jeder Programmpunkt durchdacht. Auch bei der Sitzung „Hin und Jeck“ am Donnerstag, 8. Januar, und Freitag, 9. Januar, im Artheater ist alles dabei, was man von einer guten Karnevalssitzung erwarten kann: Tanzcorps, Karnevalsbands, Kindertanzgruppe, ein Elferrat, das Dreigestirn. Mit dem Unterschied, dass alles improvisiert ist.
„Wir haben keine Nummern in petto und haben für die Sitzung nichts vorbereitet“, sagt Lena Breuer, Leiterin des Impro-Köln-Theaters an der Aachener Straße. „Wir spielen alle professionell Improtheater, und es ist unser Handwerk, Lieder, Szenen oder Texte zu improvisieren. Unser großes Vorbild sind natürlich die großen Sitzungen, mit allem drum und dran“, sagt Breuer dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Das Ganze funktioniert so: Der Elferrat zieht eine Karte, auf der zum Beispiel „Band“ oder „Büttenrede“ steht. Dann kommen ein bis zwei Darsteller nach vorn und fragen ins Publikum: „Was ist unser Thema? Und wenn es heißt: die KVB, entsteht eine komplett improvisierte Büttenrede zur KVB“, sagt Breuer.
Hin und Jeck von Impro Köln: Publikum entscheidet mit
Das Gleiche geschieht mit dem Musik- oder Tanzact. Aus dem Publikum kommen die Impulse zu Bandnamen und Lied. Sind es Newcomer oder alte Hasen der kölschen Musik? Die zwei Hausmusiker Tim Schmiedner am Klavier und Daniel Graeff an der Gitarre, die zum zehnköpfigen Ensemble gehören, können auf Zuruf passende Melodien schmettern. Durch die Sitzung führt Sitzungspräsidentin Annette Krumreihn. Für den Elferrat kann man sich noch per Mail an hallo@improkoeln.de bewerben, eine Person kann dann noch mit dazu auf die Bühne kommen.
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Die Interaktion mit dem Publikum ist zentral, aber niemand müsse mitmachen und sonst werde auch niemand auf die Bühne geholt. „Das ist ein Vorurteil, das dem Improtheater anhaftet. Man kann einfach im Publikum sein, es genießen, sein Essen mitbringen: Man muss nicht mitmachen.“ Die Impro-Sitzung findet zum zweiten Mal statt, die Premiere war letztes Jahr in den Theaterräumen an der Aachener Straße.
Weil sie so gut angekommen sei, habe man die Sitzung dieses Jahr nach Ehrenfeld ins Artheater verlegt. „Wir bei Impro Köln lieben Karneval, ich bin ein großer Fan von Sitzungen, und es war schon immer mein Traum, eine eigene Sitzung zu veranstalten. Die Premiere letztes Jahr war ganz fantastisch, ein großes buntes Fest. Das Ensemble ist karnevalsverrückt und wir freuen uns seit Monaten auf diese Show.“
„Hin und jeck – Die improvisierte Karnevalssitzung“, Donnerstag und Freitag, 8. und 9. Januar, jeweils um 20 Uhr, Tickets kosten 42 Euro und beinhalten 15 Euro Mindestverzehr. Mehrfachtickets beinhalten eine Platzgarantie, um zusammenzusitzen.

