Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten fordert den Eigentümer des Hotels dazu auf, Gespräche mit den aktuellen Betreibern aufzunehmen.
„Wissen nicht, wie es weitergehen wird“Mitarbeiter des Pullman-Hotels sorgen sich um ihre Arbeitsplätze

Das Traditionshotel Pullman stellt Anfang Dezember 2026 den Betrieb ein.
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Der Kölner Ableger der Gastronomiegewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert den Umgang der Pandox AB, dem Eigentümer des Pullman-Hotels, mit der Belegschaft des Kölner Traditionshauses. Nachdem Mitte Januar bekannt wurde, dass der Pachtvertrag des Hotels am 31. Dezember 2026 auslaufen wird, teilt die NGG nun mit, dass die Angestellten um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze bangen.
Köln: Gastro-Gewerkschaft fordert Eigentümer des Pullman-Hotels zu Gesprächen auf
In ihrer Stellungnahme beruft sich die NGG auf die Betriebsratsvorsitzende des Pullman-Hotels Sandra Esposito, die sagt: „Derzeit ist bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Verunsicherung zu spüren – und wir wissen nicht, wie es weitergehen wird.“ Viele der Angestellten seien seit Jahren, teils seit Jahrzehnten, bei dem Hotel beschäftigt.
Die NGG fordert die Eigentümergesellschaft Pandox AB dazu auf, Gespräche mit den aktuellen Betreibern und mit potenziellen neuen Pächtern aufzunehmen und alles dafür zu tun, die Arbeitsplätze zu sichern. Antonia Rabente, Kölner Gewerkschaftssekretärin der NGG, betont, es könne nicht sein, „dass hier massiv Arbeitsplätze in Köln gefährdet werden, weil die Eigentümergesellschaft nicht zu Gesprächen bereit ist“.
Das Pullman-Hotel wird Anfang Dezember seinen operativen Betrieb einstellen (wir berichteten). Das Hotel, das 47 Jahre lang als Hofburg des Kölner Dreigestirns diente und jährlich bis zu 30 Karnevalsveranstaltungen beherbergt, wurde im April 2025 für rund 66 Millionen Euro von dem schwedischen Investor Pandox aufgekauft. Gesicherte Informationen, was Pandox mit der Immobilie plant, gibt es bislang nicht. (bha)

