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Lange Nase, große AugenRüsselhündchen leben jetzt im Kölner Zoo

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Kölner Zoo zeigt neue Tierart – Rüsselhündchen erstmals zu sehen

Kölner Zoo zeigt neue Tierart – Rüsselhündchen erstmals zu sehen

Zwei Tiere aus Berlin ziehen in den Hippodom ein – Anlage von Kreissparkasse gefördert

Große Augen, eine bewegliche, rüsselartig verlängerte Nase und flinke Bewegungen: Seit Kurzem sind im Kölner Zoo erstmals Rotschulter-Rüsselhündchen zu sehen. Männchen Chocy und Weibchen Rhyni leben nun im Hippodom – und bereichern damit die Sammlung des Zoos um eine Tierart, die bislang dort nicht vertreten war.

Chocy kam aus dem Tierpark Berlin, Rhyni aus dem Zoo Berlin. Die beiden Tiere haben sich nach Angaben des Zoos schnell gut vertragen und gelten als ausgesprochen agil und zutraulich. Ihr neues Gehege ist rund zehn Quadratmeter groß und wurde in den vergangenen Wochen im Hippodom eingerichtet. Die lichtdurchlässige Anlage aus Metall- und Holzelementen wurde von einem Künstler gestaltet. Die Kölner Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln förderte den Bau mit 25.000 Euro.

Kölner Zoo zeigt neue Tierart – Rüsselhündchen erstmals zu sehen

Zoodirektor Theo B. Pagel dankte der Stiftung für die Unterstützung: „Dank dieses Betrags bieten wir eine neue, schöne Attraktion, auf die sich unsere Gäste freuen können.“ Christian Brand, Geschäftsführer der Stiftungen der Kreissparkasse Köln, betonte den naturschutzfachlichen Aspekt: „Diese besonderen Tiere sind Botschafter für bedrohte Lebensräume in Afrika.“

Christian Brand, Geschäftsführer der Stiftungen der Kreissparkasse Köln, Kirsten Felgner, Stiftungsreferentin der Stiftungen der Kreissparkasse Köln, Theo Pagel, Direktor Kölner Zoo

Den Namen des Weibchens durfte die Kölner Kulturstiftung aus drei Vorschlägen der Tierpfleger auswählen. „Rhyni“ – gesprochen „Rini“ – ist eine Kurzform des wissenschaftlichen Gattungsnamens Rhynchocyon.

Rotschulter-Rüsselhündchen, auch Schwarzbraune Rüsselhündchen genannt, sind Säugetiere aus der Ordnung der Rüsselspringer und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen mit Tenreks, Goldmullen und Erdschweinen verwandt. Sie leben in einem eng begrenzten Gebiet an der ostafrikanischen Küste sowie auf vorgelagerten Inseln. Die Tiere ernähren sich vor allem von Insekten, werden bis zu 60 Zentimeter lang und bis zu 750 Gramm schwer. Ihr Bestand gilt nicht als gefährdet.

Derzeit leben in 30 europäischen Zoos insgesamt 74 Tiere dieser Art – nun auch zwei davon in Köln. (red)