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Talk im Kölner VHS-ForumZeitzeugen berichten über Katastrophe von Tschernobyl

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09.04.2026, Ukraine, Tschernobyl: Ein Radioaktivitäts-Warnzeichen, im Hintergrund das Kernkraftwerk Tschernobyl, aufgenommen am 9. April 2026. Was als harmloser Sicherheitstest begann, entwickelte sich am 26. April 1986 zur bedeutendsten Atomkatastrophe der Geschichte. An diesem Tag explodierte Reaktor 4 des Wladimir-Iljitsch-Lenin-Kernkraftwerks, weitläufig bekannt als Kernkraftwerk Tschernobyl. Foto: Nina Mesitz/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Radioaktivitäts-Warnzeichen, im Hintergrund das Kernkraftwerk Tschernobyl. (Archivfoto)

Die Katastrophe jährt sich zum 40. Mal. Überlebende und Experten erzählen von Erfahrungen und Auswirkungen.

Zum 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl laden der Verein Hilfe für Tschernobyl-geschädigte Kinder und die Kölner Volkshochschule am Mittwoch, 29. April, zu einer Talkrunde im VHS-Forum am Neumarkt. Mehrere Zeitzeugen aus Osteuropa berichten von ihren Erinnerungen an die Tage nach der Explosion und den Auswirkungen der Katastrophe auf ihr Leben.

Die Explosion von Reaktor 4 am 26. April 1986 im Atomkraftwerk Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat gilt bis heute als der schwerste nukleare Unfall der Geschichte. Ganze Städte in der Ukraine, Belarus und Russland mussten evakuiert werden, viele Menschen tragen noch heute gesundheitliche Schäden aufgrund der freigesetzten radioaktiven Strahlung. Auch weite Teile Europas und Deutschland waren infolge des Unglücks von Bodenkontaminationen und erhöhter Strahlung betroffen.

Folgen von Tschernobyl noch heute spürbar

Die Talkrunde richtet den Blick laut Veranstalter aber nicht nur auf das damalige Geschehen, sondern auch auf das „Heute“ und den jetzigen Alltag der Betroffenen. Die Zeitzeugen, darunter ein am Reaktor eingesetzter Löscharbeiter und eine Überlebende, die als Kind evakuiert werden musste, erzählen von ihren Schicksalen, während Experten erläutern, warum es noch heute Folgen der Explosion in der Ukraine und dem Rest Europas gibt. So sind beispielsweise in Bayern noch immer Wildschweine von der radioaktiven Strahlung betroffen.

Im Anschluss an die moderierte Talkrunde gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung startet um 18.30 Uhr, moderiert wird sie von Alexandra Eul. Der Eintritt ist kostenfrei, um eine Anmeldung über die Webseite der VHS wird gebeten. (jpr)