Seit 1991 steht das Kunstwerk auf dem Dach des Zeughauses in der Innenstadt. Doch vor dem Umzug müssen noch juristische Fragen geklärt werden.
Berühmtes Kölner KunstwerkHA Schult erwägt, zweite Version des Flügelautos zu erstellen

Das Flügelauto steht seit 1991 auf dem Zeughaus.
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Der Umzug des sogenannten Flügelautos des Künstlers HA Schult vom Dach des städtischen Zeughauses auf einen Turm des Hotel Maritim am Heumarkt verzögert sich. Ursprünglich hatte HA Schult mal den 25. April anvisiert (wir berichteten), doch die Stadt Köln teilte nun mit: „Die Abnahme wird erst ab dem 18. Mai 2026 möglich sein.“ Das Hotel gehört dem Kölner Projektentwickler Art-Invest.
Laut Stadt wird derzeit „eine Übernahme durch die Firma Art-Invest und in diesem Zusammenhang eine Platzierung auf dem Komplex des Maritim-Hotels ins Auge gefasst – aktuell sind juristische Fragen in Klärung“. Art-Invest wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern, ebenso nicht zu einem Umzugstermin.

Auf diesem Turm (links) soll das Flügelauto zukünftig stehen.
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Dem Vernehmen nach geht es unter anderem um die Frage, wer sich um das Auto kümmert und für mögliche Schäden aufkommt, wenn es auf dem Dach des Maritim steht. Vor dem Umzug soll das Kunstwerk restauriert werden.
HA Schult selbst hat Sorge, dass das Kunstwerk „dem Verfall überlassen wird“, wenn sich der Umzug verzögert. Er teilte mit: „Mir bliebe, im Interesse der Bewahrung des 'Goldenen Vogels' für die Bürger Kölns, dann nur die Schaffung einer zweiten Version des Kunstwerks für den vorgesehenen Standort auf dem Turm des Maritim.“
Wie berichtet, steht der umgestaltete Ford Fiesta seit 1991 auf dem Treppenturm des Zeughauses in der Innenstadt. Das denkmalgeschützte historische städtische Gebäude war jahrzehntelang die Heimat des Kölnischen Stadtmuseums (KSM). Als es wegen eines Wasserschadens nicht mehr nutzbar war, zog das Museum in das umgebaute frühere Modehaus Sauer in der Innenstadt um.
Doch weil die Statik des Treppenturms Probleme bereitet, will die Stadt das Auto herunterholen, „um langfristig einen Einsturz des Turmes zu vermeiden“. (mhe)
