Klaus Zander hat Baumstämme aus dem Dünnwalder Wald fotografiert und stellt sie lebensgroß im „Café Mittendrin“ aus.
Erste eigene AusstellungKölner bringt Dünnwalder Wald ins „Café mittendrin“

Kölner bringt Dünnwalder Wald ins Café mittendrin. Klaus Zander hat Stämme von Bäumen aus dem Dünnwalder Wald fotografiert und stellt sie lebensgroß im Café mittendrin aus
Copyright: Rika Kulschewski
An der Wand neben der Theke im Café Mittendrin hängt nun das Bild eines Mammutbaumstamms. 2,5 Meter ist es hoch und einen Meter breit. So wirkt es fast, als würde der Baum mitten im Café stehen. Er strahlt Ruhe aus, gibt dem Café eine neue Atmosphäre. „Ich wollte den Dünnwalder Wald ins Café transportieren“, sagt Klaus Zander, der für das Bild verantwortlich ist.
Weitere lebensgroße Fotografien von Stämmen aus dem Dünnwalder Wald hat er im ganzen Café verteilt, unter anderem sind eine Robinie, eine Kiefer mit Efeu bewachsen und ein rottender Baum, der auf dem Boden liegt, abgebildet. „Die Natur ist einfach dargestellt und mich haben vor allem prägnante Rinden gereizt“, sagt Zander. Seine Ausstellung der Baumfotografien wird drei Monate im Café Mittendrin hängen, heute, 30. April, um 19 bis 21 ist die Vernissage.
Die Idee der Ausstellung sei bereits vor einem Jahr entstanden. Das ehrenamtliche Café zeigt alle drei Monate wechselnde Ausstellungen, die Elisabeth Kleine-Flintrop und Gabi Trümpeler organisieren. „Wir finden es total klasse, dass das eine Möglichkeit ist für Menschen, die nicht in der Galerie ausstellen“, sagt Kleine-Flintrop. Die Ausstellenden haben immer in irgendeiner Form Bezug zu Dünnwald. Mal kommen die Menschen auf Trümpener und Kleine-Flintrop zu, mal ist es andersherum.
Köln-Dünnwald: Café Mittendrin zeigt wechselnde Ausstellungen
„Gabi wusste, dass Klaus ganz tolle Fotografien macht und da hat sie ihn gefragt, ob er Lust hätte, etwas auszustellen“, erzählt Kleine-Flintrop. Zander sei zunächst nicht sicher gewesen, ob er eine Ausstellung machen wolle. Er hat bereits mehrfach in Kooperation ausgestellt, hatte deshalb zunächst auch überlegt, noch weitere Leute einzubeziehen. „Aber als ich dann die Idee hatte, wusste ich, das möchte ich alleine machen“, sagt Zander.
Für den Höhenhauser sei der Dünnwalder Wald ein wichtiger Ort, um Ruhe, Ausgleich und Kraft zu tanken. „Ich gehe super gerne spazieren, und der Dünnwalder Wald ist für mich ein besonderer Ort“, erzählt Zander. Also ging er dann zur Umsetzung der Idee anders durch den Wald: „Ich habe geschaut, welche Bäume mich packen und habe erste Bilder mit dem Handy gemacht, um dann nochmal mit großer Kamera und Stativ wiederzukommen“.
Um die Bilder so groß auf Leinwand drucken zu können, mussten sie mit besonders hoher Auflösung fotografiert werden. Und nun hängen die Bilder bis zum 29. Juli im Café und sollen den Besuchenden den Wald näher bringen. „Ich würde mich natürlich auch freuen, wenn die Ausstellung die Leute in den Wald lockt“, sagt Zander.
Café Mittendrin, Berliner Straße 944, geöffnet ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr, Freitag 9 bis 12 Uhr www.cafe-mittendrin.de
