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Mutiger EinsatzKerpener rettet Frau nach Autounfall aus dem Rhein in Köln

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Absperr-Barken sichern eine Unfallstelle am Kölner Rheinufer

Fatih Aksüt war Zeuge eines Unfalls am Rhein und wurde zum Lebensretter. 

Ein BMW stürzte am Rheinufer in Köln ins Wasser. Ein 26 Jahre alter Mann wurde für eine junge Frau zum Retter in der Not.

Ein schwerer Unfall am Rheinufer in Köln hat am späten Samstagabend (7. März) einen Großeinsatz nach sich gezogen. Für eine 21-jährige Frau wurde Fatih Aksüt zum Retter. Der 26 Jahre alte Mann aus Kerpen war mit seiner Freundin an der Rheinpromenade nahe dem Musical Dome, als er den Unfall aus seinem Fahrzeug heraus sah.

Laut Aksüt sei ein anderes Auto „mit etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit“ an ihnen vorbeigerollt. Der Wagen stoppte jedoch nicht, durchbrach eine Absperrung und landete im Rhein. Die Ursache dafür ist unklar. Aksüt habe sofort sein Fahrzeug verlassen, um einzugreifen. Er schilderte gegenüber EXPRESS.de: „Eine Minute war es ganz still, das Auto ist direkt abgesunken.“ Kurz danach seien zwei Personen im Wasser aufgetaucht.

Zeuge schildert: Opfer musste loslassen, um gerettet zu werden

Die beiden Insassen hätten um Hilfe gerufen, aber in der Dunkelheit sei fast nichts zu sehen gewesen. „Also bin ich den Schreien hinterhergelaufen“, so Aksüt. Ungefähr 300 bis 400 Meter flussabwärts habe er die 21-jährige Frau ausmachen können. Sie hätte es geschafft gehabt, sich an einer Treppenführung festzuhalten, sei aber laut seiner Aussage „mittig“ gewesen und wäre nicht allein aus dem Fluss gekommen.

Am Niederländer Ufer hat ein Auto das Geländer zum Rhein durchbrochen.

Am Niederländer Ufer hat ein Auto am Samstagabend das Geländer zum Rhein durchbrochen.

Aksüt habe eine gewagte Rettungsaktion gestartet. Er erklärte: „Ich musste mich vom Geländer ins Wasser herunterhängen lassen, damit sie meine Beine greifen konnte.“ Die Frau habe dafür ihren Halt loslassen und sich ungefähr anderthalb Meter weit treiben lassen müssen. Aksüt beschreibt die kritische Lage: „Ich musste sie dazu überreden, loszulassen. Gleichzeitig hatte ich auch Angst, dass sie es vielleicht nicht schafft, zu mir zu treiben.“

Einsatzkräfte ziehen erst die Frau, dann den Helfer aus dem Rhein

Doch die Bergung glückte. Aksüt sei es gelungen, die Frau zu fassen und sie zu halten, bis weitere Helfer zur Stelle waren. Einsatzkräfte hätten erst die Frau und anschließend ihn aus dem Rhein geholt. Die 21-Jährige klingt mitgenommen. Auch er ringe mit den Ereignissen des Abends. Ihn bedrücke vor allem, dass er dem zweiten Insassen, einem jungen Mann, nicht beistehen konnte, als dieser an ihm vorbeigeschwommen sei. 

Der Mann wurde später von der Feuerwehr stromabwärts hinter der Zoobrücke geborgen. Der Fundort befand sich circa anderthalb Kilometer vom Unglücksort entfernt. Er wurde direkt vor Ort wiederbelebt. Die Polizei machte am Sonntag keine weiteren Angaben zu seinem Gesundheitszustand. Aksüt, der als Ofenarbeiter im Drahtwerk Köln beschäftigt ist, hofft, die beiden Unfallopfer zu einem späteren Zeitpunkt treffen zu können. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.