Einem bunten Strauß von Themen widmen sich die Politiker in ihrer kommenden Sitzung: Es geht vom Riehler Gürtel bis zur KVB, vom Vorgarten-Schutz bis zur Bahntrasse.
Köln-NippesPolitiker beraten über Vorgärten und Bahntrasse

Der Wochenmarkt auf dem Riehler Gürtel.
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Die SPD-Fraktion hat einen Antrag zur Sanierung des Riehler Wochenmarkts eingebracht: Kurzfristig sollen Schlaglöcher und Unebenheiten entlang der Marktfläche am Riehler Gürtel beseitigt werden; perspektivisch fordert sie ein Konzept zur grundlegenden Neugestaltung mit erneuerten Wegen, zusätzlichen Stromkästen, um über die Wege verlaufende Kabel zu vermeiden, sowie zusätzlichen Sitzbänken. Außerdem will sie eine Radweg-Querverbindung zwischen Neusser Landstraße nahe der Jugendfarm Wilhelmshof und dem Ortseingang von Merkenich durch das frühere Esso-Raffineriegelände im Niehler Industriegebiet bauen lassen, um den Radverkehr zu stärken.
Die CDU will prüfen lassen, die KVB-Buslinie 121 zumindest werktags morgens und nachmittags einen Abstecher zur Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule fahren zu lassen, um sie verkehrstechnisch besser anzubinden und eine Alternative zum Eltern-Bringverkehr zu schaffen. Die Verwaltung schlägt den Start zweier Bebauungsplan-Verfahren vor, um die bestehenden Vorgärten im Nippeser Osten planungsrechtlich zu schützen: einmal im Gebiet rund um den Leipziger Platz, einmal im nördlich benachbarten Afrikaveedel.
Widerstand gegen geplante Bahntrasse
Besondere Brisanz dürfte eine Vorlage aus dem Bauverwaltungsamt haben: Hierbei geht es um das Planfeststellungsverfahren für das südliche Zuführungsgleis der Bahn zur Abstellanlage auf dem Nippeser Bahndamm. Das neue Gleis würde in etwa ab Höhe Sechzigstraße vom Bahndamm herunterführen und dicht am neuen Eisenbahnveedel mit der Autofreien Siedlung vorbeiführen; dann über die derzeit ungenutzte Brücke über den Mauenheimer Gürtel auf den Bahndamm führen.
Mit der neuen Verbindung sollen Bahn-Abstellanlage und Werkstatt besser angebunden werden; außerdem Wendemöglichkeiten von S-Bahnen im Linksrheinischen geschaffen werden, was auch neue Linien ermöglichen würde. Im Eisenbahnveedel gibt es großen Widerstand gegen das Vorhaben: Befürchtet wird die Beseitigung von Grünflächen, jahrelanger Baustellenverkehr sowie -lärm sowie die dauerhafte Lärmbelastung durch die, vor allem an der Straße Am Ausbesserungswerk, sehr dicht an der Wohnbebauung vorbeifahrenden Züge. Die Sitzung ist am Donnerstag, 12. März, Beginn ist um 17.30 Uhr im Bezirksrathaus Nippes, Neusser Straße 450 (Volkshochschul-Seiteneingang).

