Insgesamt 321.521 gültige Stimmen wurden in Köln abgegeben – der Anteil der Ja-Stimmen fällt in den Stadtbezirken unterschiedlich aus.
Knappster Olympia-Entscheid in NRWSo stimmten die Kölner Bezirke und die 16 anderen NRW-Städte ab

Hendrik Wüst (CDU, l.), NRW-Ministerpräsident, und Torsten Burmester (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Köln, stehen vor dem großen „Ja“ und der in den olympischen Farben angeleuchteten Hohenzollernbrücke.
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Auch die Kölner Bevölkerung hat grünes Licht für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 gegeben. Nach der Auszählung bis 03.01 Uhr in der Nacht votierten 57,39 Prozent im Bürgerentscheid mit Ja. Das ist das knappste Ergebnis aller Städte. Köln soll als „Leading City“ unter anderem ein temporäres Leichtathletikstadion und das Athletendorf beherbergen – und ließ nun zunächst lange auf das Ergebnis warten.
Insgesamt 321.521 gültige Stimmen wurden in Köln abgegeben. Die höchste Abstimmungsbeteiligung gab es dabei im Bezirk Lindenthal (49,35 Prozent), die geringste Beteiligung wurde derweil aus Kalk gemeldet (29,29 Prozent). In allen Stadtbezirken sprachen sich die Kölnerinnen und Kölner für die Olympia-Bewerbung aus. Die größte Zustimmung gab es dabei in Lindenthal, die geringste in Mülheim. So sehen die Ergebnisse aus Köln im Detail aus:
Kölner stimmen in allen Stadtbezirken für Olympia-Bewerbung
- Lindenthal: 61,38 Prozent
- Innenstadt: 59,04 Prozent
- Rodenkirchen: 58,38 Prozent
- Kalk: 56,70 Prozent
- Ehrenfeld: 56,07 Prozent
- Chorweiler: 55,84 Prozent
- Porz: 54,96 Prozent
- Nippes: 54,87 Prozent
- Mülheim: 54,58 Prozent
In 15 weiteren Kommunen – in denen die letzten Ergebnisse gegen 22.30 Uhr vorlagen – sprach sich jeweils eine Mehrheit erfolgreich für die Bewerbung aus. In Herten lag der Ja-Anteil zwar bei mehr als 70 Prozent, das notwendige Quorum wurde jedoch verfehlt. Damit scheidet Herten, wo gemeinsam mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe geplant waren, vollständig aus der NRW-Bewerbung aus. Es soll aber ein Ersatzkonzept geben.

Die Hohenzollernbrücke leuchtet in den olympischen Farben nach der erfolgreichen Abstimmung um die Olympischen Spiele in Nordrhein-Westfalen.
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Insgesamt hatten 17 Kommunen an Rhein und Ruhr per Bürgerentscheid darüber abgestimmt, ob sie sich an der Bewerbung „KölnRheinRuhr“ für die Austragung der Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 beteiligen wollen. Mehr als vier Millionen Wahlberechtigte hatten die Möglichkeit, ihre Stimme per Briefwahl abzugeben. Insgesamt beteiligten sich rund 1,4 Millionen Menschen an der Abstimmung, das ist rund ein Drittel der Teilnahmeberechtigten.
Olympia-Entscheide: Ergebnisse aus NRW – alle Städte sagen Ja
- Aachen: 76,29 Prozent
- Bochum: 63,97 Prozent
- Dortmund: 68,27 Prozent
- Duisburg: 72,95 Prozent
- Düsseldorf: 67,24 Prozent
- Essen: 64,26 Prozent
- Gelsenkirchen: 74,19 Prozent
- Herten*: 73,79 Prozent
- Köln: 57,39 Prozent
- Krefeld: 64,41 Prozent
- Leverkusen: 62,7 Prozent
- Mönchengladbach: 74,45 Prozent
- Monheim am Rhein: 70,7 Prozent
- Oberhausen: 62,66 Prozent
- Pulheim: 70,19 Prozent
- Recklinghausen: 72,85 Prozent
- Wuppertal: 72,2 Prozent
- Herten hat das notwendige Quorum verfehlt, weil lediglich 12,55 Prozent aller Abstimmungsberechtigten mit Ja stimmten – notwendig gewesen wären 15 Prozent
Die Zustimmung zur Bewerbung ist aber noch keine Entscheidung für Sommerspiele in NRW. Parallel bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin für eine Ausrichtung. Münchens Projekt hatte schon im Herbst des Vorjahres eine unerwartet deutliche Zwei-Drittel-Mehrheit (66,4 Prozent) bei einem Bürgerentscheid erzielt und die Konkurrenz unter Druck gesetzt. (das/dpa)

