In Köln-Porz läuft ein Polizeieinsatz, nachdem es dort eine Explosion gegeben hat. Die Hintergründe sind noch unklar.
Fahrzeuge und Gebäude beschädigtExplosion nach Sprengstoffanschlag in Köln-Porz – Ermittlungen laufen
Großer Polizeieinsatz in Köln: In der Johannesstraße in Köln-Eil im Stadtbezirk Porz waren am Dienstagmorgen (23.12.) viele Einsatzkräfte vor Ort. Der Polizei zufolge hatte es dort gegen 4.38 Uhr eine Explosion gegeben.
Etwa zehn geparkte Fahrzeuge sowie Fensterscheiben von anliegenden Häusern seien beschädigt worden. Zuvor hatten Anwohner dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, es seien auch Fensterscheiben beschädigt worden. Die Polizei Köln hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und den Tatort für die Spurensicherung abgesperrt.
Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus Ermittlerkreisen erfuhr, geht die Explosion auf einen Sprengstoffanschlag zurück. Dies ergaben erste Auswertungen von Videoaufnahmen. Demnach hatte ein dunkel gekleideter Mann um 4.38 Uhr einen Sprengkörper auf einem G-Klasse-Mercedes abgelegt, der dort hochging. Durch die Detonation wurden weitere Fahrzeuge beschädigt.
„Zu den möglichen Hintergründen der Tat werden sich Staatsanwaltschaft und Polizei zunächst mit Blick auf die Fahndung nach dem Täter sowie zum Schutz laufender Ermittlungen nicht äußern“, ließen Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Dienstagmittag mitteilen.
Explosion in Köln-Eil: Polizei prüft mögliche Bezüge in die Rockerszene
Ersten Erkenntnissen deuteten auf Bezüge ins Rockermilieu hin. Derzeit versuchen die Ermittler mögliche Bezüge zu klären. Auch die Frage, ob der Sprengstoffanschlag mit dem Mordversuch auf den Hells-Angel Orhan A. zusammenhängt, gilt es zu klären. Ein langer schlaksiger Mann hatte am späten Samstagabend sechs Mal aus einer Maschinenpistole auf den 36-jährigen Rocker geschossen, als dieser gerade in seinem Auto telefonierte. Nach wie vor schwebt das Opfer in Lebensgefahr. Die Kripo untersucht nun die Hintergründe.

Ein beschädigtes Auto steht in der Johannesstraße.
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Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu der Sprengung und/oder Personen machen können, die mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten, sich mit dem Kriminalkommissariat 21 in Verbindung zu setzen.
Hinweise nimmt die Polizei telefonisch unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. Die Prüfung einer grundsätzlich möglichen vertraulichen Behandlung von Hinweisen erfolgt in Abstimmung von Polizei und Staatsanwaltschaft.
