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Zuschlag nach VergabestreitKölner Weihnachtsgesellschaft richtet Markt am Dom weiter aus – bis 2030

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Um die Ausrichtung des Weihnachtsmarkts am Kölner Dom bewarben sich mehrere Interessenten: Die Stadt hat nun eine Zusage erteilt (Symbolbild).

Um die Ausrichtung des Weihnachtsmarkts am Kölner Dom bewarben sich mehrere Interessenten: Die Stadt hat nun eine Zusage erteilt (Symbolbild).

Die Stadt Köln verlängert bis 2030 den Vertrag mit der Kölner Weihnachtsgesellschaft für den Weihnachtsmarkt am Dom.

Die Kölner Weihnachtsgesellschaft darf auch in den kommenden fünf Jahren weiter den Weihnachtsmarkt am Dom ausrichten. Das gab die Stadt am Dienstag bekannt und teilte mit: „Das Vergabeverfahren ist damit abgeschlossen.“ Vorausgegangen war ein Streit über das Vorgehen der Verwaltung und darüber, welche Bewerber geeignet seien. Ein erstes Verfahren hatte die Stadt im August aufgehoben. Birgit Grothues, Sprecherin der Weihnachtsgesellschaft, sprach am Dienstag von „großer Freude nach bewegten Monaten“.

Die Weihnachtsgesellschaft richtet den Markt seit 2011 aus, doch der bestehende Vertrag war im Jahr 2025 ausgelaufen. Die Stadt hatte die Ausrichtung voriges Jahr neu ausgeschrieben, es geht um die Weihnachtsmärkte auf dem Roncalliplatz 2026 bis 2030. Sie zählen jährlich bis zu fünf Millionen Gäste und sind ein Grund für Touristen, nach Köln zu reisen.

Kritik wegen Sido-Beteiligung an Kölner Weihnachtsgesellschaft

Auf den Zuschlag hatten auch andere Bewerber gehofft, wir berichteten. Einer von ihnen hatte die Kölner Weihnachtsgesellschaft mbH als Mitbewerber kritisiert, weil der Rapper Sido Anteile an ihr hält. Ein anderer bemängelte den Vergabeprozess der Stadt.

Ob die unterlegenen Bewerber weiter rechtlich gegen die Vergabe vorgehen wollen, ließen sie am Dienstag noch offen. Ein anderer Streit um eine städtische Vergabe, der um die Ausrichtung der Deutzer Kirmes, eskalierte bereits so weit, dass die Veranstaltung schon zweimal ausfiel und nun vor dem Oberlandesgericht geklärt werden soll. (juh)