Ein Lkw war auf einen Polizeiwagen aufgefahren. Inzwischen sind die Fahrspuren wieder freigegeben.
Langer StauUnfall auf A3 am Kreuz Leverkusen – Fahrspuren wieder freigegeben

An dem Unfall auf der A3 zwischen Köln-Dellbrück und dem Kreuz Leverkusen war auch ein Polizeifahrzeug beteiligt.
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Ein folgenschwerer Unfall hat sich am Dienstagvormittag auf der A3 am Kreuz Leverkusen in der Abfahrt zur A1, ereignet. Vier Lkw und ein Streifenwagen waren beteiligt.
Ein Lkw war am Beginn der Abbiegespur von der A3 zur A1 in Richtung Dortmund liegen geblieben. Den sicherte ein Streifenwagen von der Autobahnpolizei ab. Der Streifenwagen hatte sein Blaulicht und zwei leuchtende elektronische Warntafeln eingeschaltet. Der Fahrer eines Lkw mit Kölner Kennzeichen hatte den Streifenwagen trotz seiner Warnlampen nicht früh genug gesehen und fuhr auf den Streifenwagen auf. Weshalb er den Wagen übersehen hatte, ist unklar.

Der Streifenwagen war schwer beschädigt.
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Der Streifenwagen wurde durch den Aufprall um mehrere Meter nach vorn geschleudert. Anscheinend versuchte der Lkw-Fahrer noch, auszuweichen. Dabei rammte er noch zwei weitere Lkw, die links neben ihm fuhren. Zwei Polizisten (23 und 24 Jahre alt) saßen in dem Streifenwagen, sie wurden leicht verletzt. Der 65-jährige Lkw-Fahrer erlitt laut Kölner Polizei schwere Verletzungen. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes brachten die Verletzten in Krankenhäuser.

Ein Lkw erwischte den Streifenwagen mit der linken Seite.
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Die Feuerwehr Leverkusen teilt mit, dass sie um 10.38 Uhr alarmiert worden sei. Der Lkw-Fahrer, der auf den Streifenwagen aufgefahren war, sei in der Fahrerkabine eingeschlossen gewesen, die Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten ihn. Aus den defekten Fahrzeugen lief Öl und andere Stoffe aus, die die Feuerwehr mit Bindemittel abstreute. Dennoch war eine unbekannte Menge in die Kanalisation gelaufen. Hintergrund ist, dass die Autobahn auf dem Abschnitt kein Rückhaltebecken mit Klärung hat. Die Abwässer von diesem Autobahnabschnitt fließen ungeklärt in den Mutzbach und in die Kanalisation, weshalb die Feuerwehr die untere Umweltbehörde informierte. Das Verkehrsunfallaufnahmeteam der Kölner Polizei war auf der Autobahn und nahm den Unfall auf.

Die Autobahn wurde über Stunden auf eine Spur reduziert.
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Gegen Mittag begann die Bergung der beteiligten Fahrzeuge. Noch um 14.30 Uhr stauten sich die Autos auf der A3 bis kurz vors Kreuz Köln-Ost, der Stau löste sich kurz darauf auf, aber nur langsam. Inzwischen sind alle Fahrspuren wieder freigegeben.
Die Feuerwehr war mit zehn Fahrzeugen und insgesamt 32 Kräften im Einsatz. (mit iri)

