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Auswirkungen auf PatientenWarnstreiks an mehreren Unikliniken starten heute – auch in Köln

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An mehreren Unikliniken in NRW starten am Dienstagmorgen Warnstreiks (Archivbild)

An mehreren Unikliniken in NRW starten am Dienstagmorgen Warnstreiks (Archivbild)

An mehreren Uniklinken in NRW sind Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen – mit Folgen.

Wegen Warnstreiks von Beschäftigten müssen Patienten an mehreren Unikliniken in Nordrhein-Westfalen mit Einschränkungen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag und Mittwoch zu zweitägigen Warnstreiks an den Unikliniken Köln, Bonn und Essen aufgerufen. An der Uniklinik Düsseldorf ist an diesem Dienstag ein eintägiger Warnstreik geplant.

Rund 200 Mitarbeitende streiken in Köln

Ein Verdi-Sprecher sagte, an der Düsseldorfer Uniklinik hätten am Vormittag 350 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Sie schlossen sich einem Demonstrationszug an, der über das Klinikgelände ging. „Wir wollen die Kolleginnen und Kollegen an allen Klinikgebäuden mobilisieren und uns lautstark Gehör verschaffen“, so der Verdi-Sprecher. An den Unikliniken Essen, Bonn und Köln begannen ebenfalls Warnstreiks. Im Frühdienst der Kölner Klinik legten zunächst circa 200 Mitarbeitende die Arbeit nieder.

In Bonn waren es zunächst 35, im Laufe des Tages sollte diese Zahl inklusive Spätdienst und Nachtdienst auf bis zu 150 steigen. Für Essen vermeldete die Gewerkschaft 190 Warnstreikende im Frühdienst. „Die Stimmung ist gut und die Kolleginnen und Kollegen sind kämpferisch“, sagte eine Verdi-Sprecherin. Die Versorgung von Notfällen sei sichergestellt, erklärten übereinstimmend Kliniken und Verdi.

OPs fallen aus – Einschränkungen für Patienten

Verdi NRW geht davon aus, dass an der Uniklinik Köln zwei Drittel der Operationen am Dienstag entfallen könnten und es erhebliche Auswirkungen auf die Abläufe geben werde. An der Uniklinik Bonn rechnet Verdi damit, dass die Hälfte der Operationen am Dienstag entfallen könnte. Auch an der Uniklinik Düsseldorf geht Verdi davon aus, dass viele OP-Mitarbeiter dem Aufruf folgen.

Mit den Warnstreiks will Verdi in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder den Druck erhöhen. Die zweite Verhandlungsrunde ist am 15. und 16. Januar in Potsdam angesetzt. Für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert Verdi sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnte dies bisher als unbezahlbar ab. (dpa)