DuMont übernimmt zum 1. April 2026 die Herausgeberschaft der Kölnischen Rundschau und damit die redaktionelle Verantwortung.
In eigener SacheDuMont sichert Zukunft der Kölnischen Rundschau und startet neue digitale Angebote

Das Neven DuMont-Haus an der Amsterdamer Straße.
Copyright: Matthias Heinekamp
Zum 1. April 2026 übernimmt DuMont die Rolle des Herausgebers der Kölnischen Rundschau (KR) und trägt künftig die redaktionelle Verantwortung für das Blatt. Auf diesem Weg stellt das Unternehmen die traditionsreiche Tageszeitung langfristig als eigenständige publizistische Marke zukunftssicher auf. Parallel baut die DuMont-Tochter Kölner Stadt-Anzeiger Medien ihr digitales Geschäft aus und schafft dafür mehr als 30 neue Stellen.
Der Heinen-Verlag und DuMont arbeiten im Bereich der Tageszeitungen seit 1998 zusammen: Die Kölner Stadt-Anzeiger Medien verantworten die Verlagsaktivitäten der KR, während der Heinen-Verlag ausschließlich redaktionelle Inhalte zuliefert. Aufgrund der tiefgreifenden Veränderungen im Leser:innen- und Werbemarkt ist eine eigenständige Redaktionstätigkeit für den Heinen-Verlag wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Die KR wird deshalb in die regionale Struktur der Kölner Stadt- Anzeiger Medien eingebunden und profitiert künftig von gemeinsamen Produktionsabläufen und einem verbundenen Newsroom – ein Umfeld, das sie stärkt und langfristig sichert.
Mit dem Übergang endet die Zusammenarbeit in ihrer bisherigen Form:
• Der Heinen-Verlag beendet zum 31. März 2026 die Herausgeberschaft und seine redaktionelle Tätigkeit für die KR.
• Die Kölner Stadt-Anzeiger Medien übernehmen die vollständige redaktionelle Verantwortung und führen die journalistische Arbeit mit ihrem eigenen Team durch. Die KR wird damit als Tageszeitung und als digitales Angebot fortgeführt.
• Die Marke Kölnische Rundschau bleibt eigenständig – mit eigener Haltung und eigener journalistischer Ausrichtung.
• Für die KR ist im Newsroom der Kölner Stadt-Anzeiger Medien die Position einer Chefredakteurin oder eines Chefredakteurs vorgesehen; darüber hinaus entstehen weitere Stellen in den bestehenden redaktionellen Strukturen der Kölner Stadt-Anzeiger Medien.
Zudem übernehmen die Kölner Stadt-Anzeiger Medien die Anteile des Heinen-Verlags an der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG), die bereits seit 2014 Inhalte für die meisten Regional- und Lokalteile der Kölnischen Rundschau und des Kölner Stadt-Anzeiger liefert. Damit wird die regionale Berichterstattung verlässlich fortgeführt.
Dr. Christoph Bauer, CEO DuMont: „Die Kölnische Rundschau ist eine wichtige Stimme für die Region. Wir stellen jetzt die Strukturen bereit, damit sie ihre publizistische Rolle auch in Zukunft stark und erfolgreich wahrnehmen kann.“
Neue digitale Lokalangebote rund um Köln
Parallel starten die Kölner Stadt-Anzeiger Medien in ihrem Verbreitungsgebiet eine digitale Wachstumsinitiative. Rund um Köln entstehen neue regionale Angebote – Webportale und Apps, die lokale Themen schnell, visuell und interaktiv erzählen. Nachrichten, Service, Bilder und Videos werden fortlaufend aktualisiert; Nutzer:innen können sich einbringen, Inhalte beisteuern und Themen vertiefen. So entstehen Angebote, die weniger aus einzelnen Artikeln bestehen, sondern aus einem lebendigen Austausch darüber, was vor Ort passiert.
Für die neuen Angebote entstehen interdisziplinäre Teams. Sie arbeiten datenbasiert, multimedial und tragen gemeinsam Verantwortung für Produktentwicklung, Reichweitenwachstum und Monetarisierung. Moderne KI-Systeme unterstützen bei Routinen und Geschwindigkeit; journalistische Haltung, Einordnung und Verantwortung bleiben klar beim Menschen.
Das erste digitale Angebot startet in Kürze in Leverkusen.
Oliver Eckert, COO DuMont: „Wir investieren in neue Formate und neue Arbeitsweisen für den Regionaljournalismus. Damit schaffen wir Angebote, die noch näher am Leben der Menschen sind.“
Teil der digitalen Wachstumsstrategie von DuMont
Die Initiative ist ein zentraler Bestandteil der digitalen Wachstumsstrategie im Regionalmediengeschäft. Ziel ist es, moderne lokale Informationsangebote aufzubauen und neue Nutzer:innengruppen zu erreichen. Dazu gehören auch Investitionen wie 2025 in die Eventplattform Rausgegangen.de.
