Die Staatsanwaltschaft Rostock erhebt im Fall des getöteten achtjährigen Fabian Anklage gegen die Ex-Freundin von dessen Vater.
Fünf Monate nach gewaltsamem TodStaatsanwaltschaft erhebt im Fall Fabian Anklage wegen Mordes

Die Anteilnahme in der Bevölkerung war nach dem Tod Fabians groß. (Archivbild)
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Die Staatsanwaltschaft Rostock hat fünf Monate nach dem Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow ihre Ermittlungen in dem Fall abgeschlossen und Anklage wegen Mordes gegen die in Untersuchungshaft sitzende Tatverdächtige erhoben. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen bestehe der hinreichende Verdacht, dass die Angeschuldigte das ihr gut bekannte Kind aus dem Haus gelockt und an einem Teich mit mindestens sechs Messestichen getötet habe, teilten die Rostocker Staatsanwaltschaft und die Polizei mit.
Um die Spuren der Tat zu beseitigen, soll die Frau den Leichnam später mittels Brandbeschleuniger angezündet haben. Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass auch nach der Anklageerhebung die Unschuldsvermutung gelte.
Die Frau war am 6. November unter dringendem Mordverdacht in einem Dorf in der Nähe von Güstrow verhaftet worden und sitzt seit dem 7. November in U-Haft. Ihr Auto wurde sichergestellt. Nach früherer Aussage ihres Anwalts stritt seine Mandantin die Tat als Zeugin ab. Als Beschuldigte äußerte sie sich nicht zur Sache. Eine Haftbeschwerde blieb erfolglos.
Trauer um Fabian in Güstrow
Der aus Güstrow stammende achtjährige Fabian verschwand am 10. Oktober 2025. Seine Leiche wurde vier Tage später südlich von Güstrow gefunden. Der Fall hatte bundesweite für Schlagzeilen gesorgt. In Güstrow selbst wurden Trauergottesdienste mit großer Beteiligung der Bevölkerung abgehalten. Vor und in der Pfarrkirche St. Marien hatten Menschen immer wieder zahlreiche Kerzen entzündet und Plüschtiere und Bilder abgestellt.
Seine Mutter hatte den Grundschüler am Tag des Verschwindens bei der Polizei als vermisst gemeldet. Ihr Sohn sei nicht zur Schule gegangen, weil er sich unwohl gefühlt habe. Als die Mutter nach der Arbeit heim kam, war Fabian weg. Daraufhin startete eine großangelegte Suche.
Opfer eines Gewaltverbrechens
Schließlich wurde der Leichnam des Kindes am 14. Oktober entdeckt. Der tote Junge lag rund 15 Kilometer südlich von Güstrow an einem Tümpel bei Klein Upahl. Die Obduktion ergab, dass Fabian Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. (dpa)
