Eine neue Studie zeigt: Wegen ständiger Verspätungen meidet ein Drittel der Deutschen die Bahn und setzt aufs Auto.
Frust über die BahnStudie: Ein Drittel der Deutschen meidet Züge wegen Verspätungen

Die chronischen Pannen bei der Bahn haben Auswirkungen: Laut einer Umfrage meiden viele Menschen die Züge. (Symbolbild)
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Eine neue Mobilitätsstudie der HUK Coburg belegt ein massives Misstrauen in die Bahn: Aufgrund von ständigen Ausfällen und Unpünktlichkeiten umgehen mehr als 33 Prozent der Menschen in Deutschland Zugreisen. Für wichtige Anlässe schließt sogar mehr als ein Viertel die Nutzung der Schiene aus, um pünktlich anzukommen.
Den 4.114 Befragten wurde die Frage gestellt: „Haben sich Planungen für Bahnfahrten bei Ihnen durch die verbreiteten Pünktlichkeitsprobleme verändert“. Die Antworten fielen deutlich aus. 35 Prozent der Umfrageteilnehmer reagierten mit der Aussage: „Ich versuche Bahnfahrten wenn irgend möglich zu vermeiden.“ Für 26 Prozent kommt die Bahn bei wichtigen Terminen nicht mehr infrage, und 28 Prozent planen bei Zugreisen inzwischen deutlich mehr Zeit ein.
Das eigene Auto ist weiterhin Favorit
Das Meinungsforschungsinstitut Yougov führte die Erhebung für die HUK in den Monaten Januar und Februar durch. Mögliche Effekte durch die nachfolgende Verteuerung von Benzin im Kontext des Konflikts mit dem Iran konnten in der Studie somit nicht berücksichtigt werden. Die Resultate gelten laut Angaben der HUK als repräsentativ für die Bevölkerung über 16 Jahre auf Bundes- sowie auf Landesebene.
Das private Kraftfahrzeug bleibt mit deutlichem Vorsprung die bevorzugte Wahl. Mehr als drei Viertel der Befragten (76 Prozent) gaben an, dass der Pkw, ungeachtet des Antriebs, auch in der kommenden Fünfjahresperiode ihre Anforderungen an ein Transportmittel am ehesten erfüllen wird. Im Gegensatz dazu bewertet eine deutliche Mehrheit den öffentlichen Personennahverkehr weiterhin als spürbar unkomfortabler.
Radverkehr vor Bussen und Bahnen
Die Erhebung zeigt zudem, dass das Fahrrad (16 Prozent Nennungen, gleichauf mit der Bahn) eine höhere Popularität genießt als andere öffentliche Verkehrsmittel. Demnach favorisieren 13 Prozent der Befragten die Nutzung von Tram und S-Bahn, während der Bus für 12 Prozent die erste Wahl darstellt.
Gleichzeitig sind breite Mehrheiten der Ansicht, die Politik müsse den öffentlichen Transport ausbauen und dessen Attraktivität steigern. Jeweils über zwei Drittel der Teilnehmenden sprachen sich für einen gebührenfreien Nahverkehr und für eine dichtere Taktfrequenz bei Bussen und Zügen aus. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
