Bei seiner Einführung hat Münsters neuer Bischof Heiner Wilmer den Missbrauchsskandal thematisiert. Er kündigte an, die Kirche zu einem geschützten Raum umgestalten zu wollen.
Amtseinführung in MünsterBischof Wilmer kündigt konsequentes Handeln an

Der neue Bischof von Münster, Heiner Wilmer, hat sich in seiner ersten Ansprache an seinem neuen Wirkungsort auch zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche geäußert.
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Den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche hat der neue Münsteraner Bischof Heiner Wilmer bei seiner Antrittsrede thematisiert. „Viele Verantwortungsträger haben viel zu lange weggeschaut“, konstatierte Wilmer, der zugleich den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz innehat, laut dpa in seiner Ansprache im Dom. „Das alles darf es nie wieder geben, und ich werde mich mit aller mir zur Verfügung stehenden Kraft dafür einsetzen, dass unsere Kirche ein sicherer Raum ist.“
Konsequenzen aus jahrelanger Vertuschung
Seit dem Jahr 2010 wurde schrittweise öffentlich, dass in Deutschland Tausende von Kindern und Jugendlichen durch katholische Geistliche sexuelle Übergriffe erlitten. Diese Taten wurden oftmals von Bischöfen sowie weiteren kirchlichen Amtsträgern verschleiert. Inzwischen hat die Institution Vorkehrungen getroffen, die eine Wiederholung von sexualisierter Gewalt und dem Missbrauch von Macht verhindern sollen.
Der 64-jährige Wilmer, der zuvor als Bischof in Hildesheim tätig war, leitet zukünftig die deutsche Diözese mit den meisten Mitgliedern. (red)
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