Seit der MS-Diagnose 2021 kämpft Christina Applegate täglich mit starken Schmerzen – nun spricht sie offen über ihren zermürbenden Alltag.
Fast nur noch im BettChristina Applegate berichtet über unerträgliche Schmerzen

Die Schauspielerin Christina Applegate leidet seit 2021 an MS. (Archivbild)
Copyright: AFP
Im Interview mit dem US-Magazin „People“ berichtet Christina Applegate offen über die Folgen ihrer Multiplen Sklerose. Die Schauspielerin, die als Kelly Bundy in der Serie „Eine schrecklich nette Familie“ internationale Bekanntheit erlangte, beschreibt ihren Alltag als körperlich extrem belastend. „Mein Leben ist nicht perfekt“, sagt sie.
Christina Applegate leidet an Multiple Sklerose
Wegen starker Schmerzen verbringe sie inzwischen viele Stunden im Bett. Die unheilbare Autoimmunerkrankung greift das zentrale Nervensystem an und führt bei ihr zu erheblichen Mobilitätsproblemen. Jeder Schritt sei anstrengend, längere Wege kaum möglich.
Seit der Diagnose im Jahr 2021 habe sich ihr Leben grundlegend verändert. „Bring sie einfach sicher hin und komm nach Hause, damit du wieder ins Bett kannst“, sage sie sich, wenn sie ihre Tochter zur Schule fährt.
Diese Fahrten seien ihr besonders wichtig: „Ich möchte sie fahren, das mache ich am liebsten.“ Es sei oft die einzige Zeit, die Mutter und Tochter ungestört miteinander verbringen könnten. Trotz Schmerzen versuche sie, für die 15-Jährige präsent zu sein und Verantwortung zu übernehmen.
Tochter Sadie leidet mit – Applegate schildert Gespräche mit ihrer Tochter
Auch emotional sei die Situation belastend. Im Podcast „Let’s Talk Off Camera“ schilderte Applegate, wie ihre Tochter zu ihr gesagt habe: „Ich vermisse die Person, die du warst, bevor du krank wurdest.“ Diese Worte hätten sie tief getroffen.
Zugleich betont die Schauspielerin ihre Offenheit im Umgang mit der Krankheit. „Manchmal ist das Leben einfach nur beschissen“, erklärt sie. Gerade deshalb wolle sie so ehrlich wie möglich über ihre Situation sprechen.
Memoiren „You With the Sad Eyes“: Kein Heldinnen-Narrativ
Am 3. März erscheinen ihre Memoiren „You With the Sad Eyes“. Darin will Applegate nach eigenen Angaben keine Mutmachgeschichte erzählen. „Dies ist keinesfalls ein Buch, das Mut macht. Aber es kann inspirieren“, sagt sie.
Sie schreibe über ihre Kindheit im Laurel Canyon, über frühen Ruhm, über Missbrauchserfahrungen sowie über ihre Brustkrebserkrankung und die heutige MS-Diagnose. „Wir alle kommen von irgendwoher“, erklärt sie, entscheidend sei, „was man daraus macht.“ (jag)

