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„Hoffe, er schaut von oben zu“Olympia-Sieger spricht im ZDF über verstorbenen Teamkollegen

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Johan-Olav Botn hat das Olympia-Einzel im Biathlon gewonnen. (Bild: 2026 Getty Images/Alexander Hassenstein)

Johan-Olav Botn hat das Olympia-Einzel im Biathlon gewonnen. (Bild: 2026 Getty Images/Alexander Hassenstein)

Johan-Olav Botn hat bei den Olympischen Winterspielen im Biatholn-Einzel über 20 Kilometer einen emotionalen Sieg eingefahren. Der Norweger widmete seinen Erfolg dem kürzlich verstorbenen Sivert Guttorm Bakken. Vor dem ZDF-Mikrofon fand er rührende Worte.

In einem spannenden Biathlon-Krimi hat sich der Norweger Johan-Olav Botn die Goldmedaille im Olympia-Einzel gesichert. Schon während der 26-Jährige über die Ziellinie in Antholz fuhr, zeigte er emotional in den Himmel. Mit der Geste widmete er den Sieg seinem verstorbenen Teamkollegen Sivert Guttorm Bakken.

Der norwegische Biathlet war am 23. Dezember 2025 von Johan-Olav Botn leblos in einem Hotelzimmer im italienischen Lavazè aufgefunden worden. Die genaue Todesursache ist bislang unklar, Bakken wurde nur 27 Jahre alt. „Für uns beide war das ein großer Traum, hier Olympiasieger zu werden“, sagte Johan-Olav Botn nach seinem Erfolg im ZDF-Interview, angesprochen auf den schrecklichen Vorfall kurz vor Weihnachten. Der Norweger erklärte emotional: „In der Schlussrunde konnte ich nichts anderes machen, als an ihn zu denken. Ich hoffe, er schaut von oben zu und ist stolz auf mich.“

Von Weihnachten bis heute habe er kaum trainieren können, gestand Botn weiter und gab an, „nicht gut in Form gewesen“ zu sein. Dass er auf den 20 Kilometern den Gesamtweltcupführenden Eric Perrot aus Frankreich schließlich noch schlagen konnte, habe Botn selbst überrascht. Perrot musste sich letztlich mit Silber zufriedengeben, Bronze ging an den Norweger Sturla Holm Laegreid, der kurz vor Schluss noch den Deutschen Philipp Nawrath vom Treppchen verdrängen konnte. Nawrath wurde am Ende Fünfter. (tsch)