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„Viele Situationen mit Männern erlebt“Judith Rakers berichtet von sexuellen Übergriffen in der Kindheit

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Judith Rakers hat in ihrem Podcast über sexuelle Übergriffe in der Kindheit gesprochen.

Judith Rakers hat in ihrem Podcast über sexuelle Übergriffe in der Kindheit gesprochen. (Archivbild)

Der ehemalige „Tagesschau“-Star hat in ihrem Podcast schonungslos über prägende Erlebnisse aus ihrer Kindheit gesprochen.

In der aktuellen Folge ihres Podcasts „Baborie & Rakers – Was war los gewesen?“ spricht Judith Rakers gemeinsam mit Ariana Baborie über die Debatte rund um Collien Fernandes. Die aktuellen Vorwürfe seien für sie Anlass gewesen, eigene Erlebnisse einzuordnen.

Die Moderatorin berichtet von mehreren Situationen, in denen sie mit sexueller Belästigung konfrontiert gewesen sei. „Natürlich habe auch ich in meinem Leben schon sehr viele Situationen mit Männern erlebt, die sehr, sehr brenzlig waren – und in denen es auch um sexuelle Gewalt ging“, so die ehemalige „Tagesschau“-Moderatorin.

Judith Rakers: Podcast mit Ariana Baborie greift Collien-Fernandes-Debatte auf

Besonders schlimm sei ein Vorfall im Alter von sieben Jahren gewesen. Damals habe ein Mann mit seinem Hund sie im Wald bedroht und körperlich belästigt. „Dann hat er meinen Arm genommen und an seinem erigierten Penis gerieben. Das war so die schlimmste Situation“, beschreibt Rakers die Erfahrung.

Judith Rakers und Ariana Baborie zu Gast bei der „NDR Talk Show“.

Judith Rakers und Ariana Baborie zu Gast bei der „NDR Talk Show“. (Archivbild)

Dies sei auch der Grund, weshalb sie bis heute nur vor einer bestimmten Hunderasse Angst habe – der Mann habe sie damals mit einem Schäferhund bedroht. Baborie zeigte sich von der Schilderung hörbar erschüttert und reagierte emotional.

Bedrohliche Erlebnisse in der Kindheit

Das war allerdings kein Einzelfall für die 50-Jährige. Rakers erklärt weiter, dass sie im Laufe ihres Lebens „sehr viele“ Situationen erlebt habe, die bedrohlich gewesen seien und in denen es um sexuelle Belästigung ging. Ihr Vater habe sie zwar früh sensibilisiert, dennoch sei sie mehrfach mit solchen Situationen konfrontiert worden.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich laut Rakers, als sie elf Jahre alt war. In einem Bus habe ein Mann neben ihr gesessen und sexuelle Handlungen an sich vorgenommen. Sie habe darauf reagiert, indem sie ihn laut ansprach und so Aufmerksamkeit erzeugte. Der Mann habe daraufhin den Bus verlassen.

Rakers verweist in diesem Zusammenhang auch auf bestehende rechtliche Lücken beim Schutz von Betroffenen. Die aktuelle Diskussion habe ihr gezeigt, dass es weiterhin Defizite gebe und Handlungsbedarf bestehe. (jag)