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Oscars 2026Diese 6 deutschen Hoffnungen bleiben im Rennen

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Oscars mit Statue.

Deutsche Filmproduktionen sind bei der Oscar-Verleihung 2026 nicht chancenlos. (Symbolbild)

Auch ohne den deutschen Beitrag „In die Sonne schauen“ bleiben bei den Oscars 2026 weiterhin Produktionen mit deutscher Beteiligung im Rennen.

Auch wenn der deutsche Oscar-Beitrag „In die Sonne schauen“ nicht für den Preis als „Bester internationaler Film“ nominiert wurde, ist Deutschland bei den Academy Awards 2026 weiterhin indirekt vertreten. Drei Filme mit deutscher Beteiligung gehen noch ins Rennen um eine der begehrten Trophäen.

„Sentimental Value“: Internationales Drama mit deutscher Produktionsbeteiligung

Zu den aussichtsreichsten Kandidaten zählt das Drama „Sentimental Value“ von Regisseur Joachim Trier. Der mit Stellan Skarsgård und Elle Fanning hochkarätig besetzte Film entstand als internationale Koproduktion unter anderem mit der deutschen Produktionsfirma Komplizen Film sowie mit Unterstützung von ZDF und Arte. Insgesamt erhielt die Produktion neun Oscar-Nominierungen.

Erzählt wird die Geschichte der Schwestern Nora und Agnes, die nach dem Tod ihrer Mutter das Elternhaus auflösen müssen. Unerwartet taucht ihr entfremdeter Vater Gustav wieder auf – ein Regisseur, der seine Tochter Nora für ein autobiografisches Filmprojekt gewinnen möchte.

„Sirāt“: Roadmovie mit Unterstützung von ZDF und Arte

Auch das Roadmovie „Sirāt“ gehört zu den nominierten Produktionen mit deutscher Beteiligung. Der Film ist vor allem eine spanisch-französische Produktion, an der sich ZDF und Arte als Koproduktionspartner beteiligten.

Darin reist der Spanier Luis gemeinsam mit seinem zwölfjährigen Sohn Esteban nach Marokko, um bei einem Rave nach seiner verschwundenen Tochter zu suchen. Als die Polizei das Festival auflöst, geraten Vater und Sohn gemeinsam mit anderen Ravern auf eine gefährliche Flucht durch das Atlasgebirge.

„Ein Nobody gegen Putin“: Dokumentarfilm über das heutige Russland

In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ steht außerdem „Ein Nobody gegen Putin“ auf der Liste der Nominierten. Die Dokumentation entstand als internationale Produktion aus Dänemark, Tschechien und Deutschland und wurde ebenfalls von ZDF und Arte unterstützt.

Im Mittelpunkt steht ein russischer Lehrer, der zunächst staatliche patriotische Veranstaltungen an seiner Schule organisiert, dabei jedoch zunehmend beginnt, die politische Situation in seinem Land zu hinterfragen. Der Dokumentarfilm ist derzeit in der Arte-Mediathek sowie auf YouTube kostenlos abrufbar.

Deutsche Filmschaffende hoffen bei den Oscars 2026 auf eine Trophäe

Max Richter, Komponist, steht vor der Verleihung der Berlinale Kamera der 76. Berlinale im Haus der Berliner Festspiele.

Der in Deutschland geborene Komponist Max Richter ist für seine Filmmusik zum Film „Hamnet“ für einen Oscar nominiert. (Archivbild)

Neben den genannten internationalen Koproduktionen mit Beteiligung von ZDF und Arte stehen bei den Oscars 2026 auch mehrere Filmschaffende aus Deutschland auf der Nominierungsliste.

  1. Max Richter: Der in Deutschland geborene Komponist ist für seine Filmmusik zum Film „Hamnet“ für einen Oscar nominiert.
  2. Michael Ralla: Der Visual-Effects-Spezialist aus Baden-Württemberg gehört zum Effekt-Team des Films „Sinners“, das in der Kategorie „Beste visuelle Effekte“ nominiert ist.
  3. Guido Wolter: Auch der aus Dessau stammende VFX-Künstler arbeitet am Effekt-Team von „Sinners“, das ebenfalls auf einen Oscar hoffen darf.

Damit bleibt Deutschland bei den Oscars 2026 auch ohne eigenen Beitrag in der wichtigen internationalen Kategorie direkt und indirekt im Rennen – über internationale Filmprojekte mit deutscher Beteiligung sowie über nominierte Filmschaffende aus Deutschland.

Die 98. Verleihung der Oscars wird am 15. März 2026 abgehalten. Veranstaltungsort ist das Dolby Theatre in Hollywood (Los Angeles). Der US-Komiker Conan O’Brien führt erneut durch den Abend. In Deutschland kann die Gala live in der Nacht auf den 16. März bei „ProSieben“ verfolgt werden, und ein Livestream wird zusätzlich auf „Joyn“ angeboten. (jag)