Vom Kinder- zum Hollywoodstar? Das machen die Darsteller von „Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers“ heute.
„Stand by Me“Das machen die Stars des 80er-Kultfilms heute

In „Stand by Me“ suchen vier Zwölfjährige 1959 nach einem vermissten Jungen und müssen dabei zahlreiche Abenteuer bestehen. Was wurde aus den Stars des Coming-of-Age-Kultfilms? (Bild: Sony Pictures Home Entertainment)
Copyright: Sony Pictures Home Entertainment

Erzählt wird „Stand By Me“ aus der Perspektive des Schriftstellers Gordon Lachance (Richard Dreyfuss): Angesichts einer Todesanzeige für seinen Freund Chris Chambers erinnert sich Gordon an die Abenteuer, die er als Zwölfjähriger (Wil Wheaton, links) mit seinen Freunden im Sommer 1959 erlebte. (Bild: Sony Pictures Home Entertainment)
Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
Sie sind dem „Geheimnis eines Sommers“ auf der Spur: In „Stand by Me“ (Samstag, 25. April, 20.15 Uhr, ZDFneo) suchen vier Zwölfjährige 1959 nach einem vermissten Jungen und müssen dabei zahlreiche Abenteuer bestehen. Der Coming-of-Age-Kultfilm von 1986 machte seine jugendlichen Darsteller zu Kinderstars. Wir zeigen im Folgenden, was aus River Phoenix, Corey Feldman und Co. wurde.
Wil Wheaton als Gordon Lachance

Mit „Stand by Me“ schaffte er den Durchbruch, berühmt wurde Wil Wheaton aber als neunmalkluger Teenager Wesley Crusher in „Raumschiff Enterprise. (Bild: Araya Doheny/Getty Images for Paramount+)
Copyright: Araya Doheny/Getty Images for Paramount+

Sie sind beste Freunde: Gordon (Wil Wheaton, Mitte), Teddy Duchamp (Corey Feldman) und Chris (River Phoenix, links), dessen kriminelle Familie in der Kleinstadt Castle Rock verachtet wird. (Bild: Columbia TriStar Pictures)
Copyright: Columbia TriStar Pictures
Erzählt wird „Stand By Me“ nach einer Erzählung von Stephen King aus der Perspektive des Schriftstellers Gordon Lachance (Richard Dreyfuss): Angesichts einer Todesanzeige für seinen Freund Chris Chambers erinnert sich Gordon an die Abenteuer, die er als Zwölfjähriger (Wil Wheaton) mit seinen Freunden im Sommer 1959 in seiner Heimatstadt Castle Rock erlebte. Als die Jugendlichen vom angeblichen Tod eines Jungen hören, brechen sie auf, um dessen Leiche zu finden.

River Phoenix spielte nach „Stand by Me“ unter anderem den jungen „Indiana Jones“ und einen homosexuellen Strichjungen in „My Private Idaho“. In der Halloween-Nacht 1993 starb der Bruder von Joaquin Phoenix an einer Überdosis Drogen. (Bild: Nancy R. Schiff/Getty Images)
Copyright: Nancy R. Schiff/Getty Images
Mit „Stand by Me“ schaffte er den Durchbruch, berühmt wurde Wil Wheaton aber als neunmalkluger Teenager Wesley Crusher in „Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert“. Nach seinem Serienausstieg 1994 arbeitete er zwischenzeitlich bei einem Unternehmen, das Videoschnittprogramme herstellt. Danach trat er vorwiegend in Independent-Filmen oder in Gastrollen auf. Auch in der Erfolgsserie „The Big Bang Theory“ hatte er mehrere Auftritte.
River Phoenix als Chris Chambers

Auch er kommt aus einem problematischen Elternhaus: Teddy Duchamp (Corey Feldman) neigt zu gewalttätigem Verhalten, weil er es von seinem Vater, einem Weltkriegs-Veteranen, nicht anders lernte. (Bild: Sony Pictures Home Entertainment)
Copyright: Sony Pictures Home Entertainment

„Gremlins“, „Die Goonies“ „Stand by Me“ und „The Lost Boys“: In den 80er-Jahren zählte Corey Feldman zu den größten Talenten seiner Generation. (Bild: Kayla Oaddams/Getty Images)
Copyright: Kayla Oaddams/Getty Images
Auch der Darsteller von Chris Chambers, River Phoenix, schaffte mit „Stand By Me“ seinen Durchbruch. Danach spielte der US-Schauspieler den jungen Indiana Jones in „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989) und einen homosexuellen Strichjungen in Gus Van Sants Drama „My Private Idaho“ (1991). Da hatte er aber schon längst Oscar-Luft geschnuppert. Für den Preis war Phoenix dank seiner Nebendarsteller-Leistung in Sidney Lumets hochgelobtem Drama „Die Flucht ins Ungewisse“ nominiert.

Vern Tessio (Jerry O'Connell) ist ängstlich und übergewichtig und muss sich - selbst von seinen Freunden - immer wieder deswegen verspotten lassen. (Bild: Sony Pictures Home Entertainment)
Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
Aus dem Kinderstar Phoenix wurde rasend schnell ein Teenie-Idol, doch das Schauspieltalent ging viel zu früh von uns: In der Halloween-Nacht 1993 starb der Bruder von Joaquin Phoenix mit nur 23 Jahren an einer Überdosis Drogen. Vor seinem Tod hatte er noch zwei Filme abgedreht: „Schweigende Zunge - Die Rache der Geister“ von Sam Shepard wurde im Januar 1993, also noch zu Phoenix' Lebzeiten, auf dem Sundance Film Festival uraufgeführt. Der Thriller „Dark Blood“ feierte erst 2012 Weltpremiere.
Corey Feldman als Teddy

Jerry O'Connell spielte in den 90er-Jahren in den Sci-Fi-Serien „Ultraman“ und „Sliders“ die Hauptrolle und war in „Jerry Maguire“ als Football-Shootingstar zu sehen. Zuletzt hatte er größere Gastrollen in den Serien „Billions“ und „The Big Bang Theory“. (Bild: Rich Polk/Getty Images for Universal Studios Hollywood)
Copyright: Rich Polk/Getty Images for Universal Studios Hollywood

Er ist der Anführer einer Jugendgang, die ebenfalls versucht, den verschwundenen Jungen zu finden: John „Ace“ Merrill (Kiefer Sutherland) kommt den vier Jungs in die Quere, zieht aber den Kürzeren. (Bild: Sony Pictures Home Entertainment)
Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
Corey Feldman spielte den Jungen Teddy Duchamp (Corey Feldman), der ebenfalls aus einem problematischen Elternhaus stammt und zu gewalttätigem Verhalten neigt, weil er es von seinem Vater, einem Weltkriegs-Veteranen, nicht anders lernte. Der damals 14-jährige Feldman stand schon mit beiden Beinen in einer vielversprechenden Karriere. Er war unter anderem in den Serien „Love Boat“ und „Mork vom Ork“ zu sehen, bevor er mit „Gremlins - Kleine Monster“ (1984) und „Die Goonies“ (1985) auch zum Leinwandstar aufstieg.

Vom Halbstarken zum Hollywood-Star: Seinen endgültigen Durchbruch feierte Kiefer Sutherland mit „Flatliners“ (1990) an der Seite von Julia Roberts, mit der er kurzzeitig auch liiert war. (Bild: Darren Arthur/Getty Images for GEA)
Copyright: Darren Arthur/Getty Images for GEA
Auch dank der Gruselkomödie „The Lost Boys“ (1987) zählte Feldman den 80er-Jahren zählte zu den größten Talenten seiner Generation. Doch wie viele Kinderstars stürzte auch er bald ab. Nachdem er Anfang der 90er-Jahre seine Heroin- und Kokainsucht überwunden hatte, blieben die großen Rollen aus. Schlagzeilen machte Feldman 2011 mit Anschuldigungen, er und Kinderstar-Kollege Corey Haim (1971-2010) seien in den 80er-Jahren mehrfach sexuell missbraucht worden.
Jerry O'Connell als Vern

Ein tragisches Ereignis: Gordies (Wil Wheaton, links) älterer Bruder Denny (John Cusack) kam bei einem Autounfall ums Leben. (Bild: Sony Pictures Home Entertainment)
Copyright: Sony Pictures Home Entertainment

In den 80ern dank „Class“ und „Stand by Me“ ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent, in den 90er-Jahren ein Hollywoodstar: John Cusack spielte Hauptrollen in Woody Allens „Bullets Over Broadway“, Spike Jonzes „Being John Malkovich“ und der Nick-Hornby-Verfilmung „High Fidelity“. (Bild: Pascal Le Segretain/Getty Images)
Copyright: Pascal Le Segretain/Getty Images
Vern Tessio (Jerry O'Connell) ist der Ängstliche und Übergewichtige in der Clique, weshalb er - selbst von seinen Freunden - immer wieder verspottet wird. Seine Probleme und Unsicherheiten versucht der Junge wegzulachen. Darsteller Jerry O'Connell war dagegen seinen Babyspeck bald nach „Stand by Me“ los. Er spielte in den 90er-Jahren in den Sci-Fi-Serien „Ultraman“ und „Sliders“ die Hauptrolle und war in „Jerry Maguire“ als Football-Shootingstar zu sehen.

Die Mockumentary „This Is Spinal Tap“, die Teenie-Komödie „Der Volltreffer“, das Coming-of-Age-Drama „Stand by Me“, die Romcom „Harry und Sally“ und der Horrorfilm „Misery“: Für alle diese 80er-Kultfilme zeichnete Rob Reiner als Regisseur verantwortlich. (Bild: Getty Images/Ron Galella)
Copyright: Getty Images/Ron Galella
Seit 2007 ist O'Connell mit der US-Schauspielerin Rebecca Romijn (“X-Men“) verheiratet, ein Jahr später wurden die beiden Eltern von Zwillingen. An die Erfolge in den 1990er-Jahren konnte O'Connell, der mit „Stand by Me“ sein Schauspieldebüt gab, nicht mehr anknüpfen. Größere Rollen hatte er in Serien wie „The Big Bang Theory“ und „Billions“. Gerne und oft wird der heute 52-Jährige auch als Synchronsprecher besetzt, etwa bei den Serien „Star Trek: Lower Decks“ und zuletzt bei „Solar Opposites“.
Kiefer Sutherland (John „Ace“ Merrill) und John Cusack (Danny)

Nach zahlreichen Liebeskomödien inszenierte Reiner zuletzt mit „LBJ“ (2016) und „Shock and Awe“ (2017) wieder ambitioniertere Filme. Mitte Dezember starben der Regisseur und seine Frau Michelle unter tragischen Umständen. Mutmaßlich hat ihr eigener Sohn Nick sie ermordet. (Bild: Dia Dipasupil/Getty Images for Tribeca Film Festival)
Copyright: Dia Dipasupil/Getty Images for Tribeca Film Festival
Er ist der Anführer einer Jugendgang, die ebenfalls versucht, den verschwundenen Jungen zu finden: John „Ace“ Merrill (Kiefer Sutherland) kommt den vier Jungs in die Quere, zieht aber im großen Showdown den Kürzeren. Vom Halbstarken zum Hollywood-Star: Seinen endgültigen Durchbruch feierte Kiefer Sutherland mit „Flatliners“ (1990) an der Seite von Julia Roberts, mit der er kurzzeitig auch liiert war. Während er in den 90er-Jahren vor allem auf der großen Leinwand (“Die drei Musketiere“) zu sehen war, etablierte sich Sutherland danach als Seriendarsteller (“24“, „Designated Survivor“).
John Cusack spielte in „Stand by Me“ Gordies älteren Bruder Denny, der bei einem Autounfall ums Leben kam. Traumatisch ist der Verlust auch für die Eltern, die Gordie deswegen nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken können. In den 80er-Jahren dank „Class“ und „Stand by Me“ ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent, in den 90er-Jahren ein Hollywoodstar: Cusack spielte Hauptrollen in Woody Allens „Bullets Over Broadway“, Spike Jonzes „Being John Malkovich“ und der Nick-Hornby-Verfilmung „High Fidelity“. Zuletzt war er unter anderem in der chinesischen Produktion „Decoded“ (2024) zu sehen.
Regisseur Rob Reiner
Fehlen in der Starschau darf natürlich auch er nicht - und nicht, weil er Ende 2025 unter tragischsten Umständen ums Leben kam. Rob Reiner ist der kongeniale Regisseur der Stephen-King-Verfilmung „Stand by Me“. Es war nicht sein einziger herausragender Film. Reiner inszenierte auch die hochgelobte Mockumentary „This Is Spinal Tap“ (1984), den Fantasy-Erfolg „Die Braut des Prinzen“ (1987), den Romcom-Klassiker „Harry und Sally“ (1989) und schuf mit „Eine Frage der Ehre“ (1992) einen der schönsten Gerichtsfilme überhaupt.
Nach zahlreichen weiteren Liebeskomödien in Gefolge von „Harry und Sally“ gelang Reiner zuletzt mit dem Biopic „LBJ“ (2016) über den 36. US-Präsidenten Lyndon B. Johnson und dem Irakkrieg-Drama „Shock and Awe“ (2017) wieder ambitioniertere Filme. Abseits seiner Arbeit als Regisseur trat er immer wieder auch als Schauspieler auf, am eindrücklichsten in der Romanze „Schlaflos in Seattle“ (1993), Woody Allens Komödie „Bullets Over Broadway“ (1994) und Finanzfarce „The Wolf of Wall Street“ (2013) von Martin Scorsese.
Am 14. Dezember 2025 fand das Leben Rob Reiners und seiner Frau Michele ein jähes und schreckliches Ende. Ihre gemeinsame Tochter fand die beiden leblos in ihrem Haus in Brentwood, einem Stadtteil von Los Angeles. Ihre Leichen wiesen zahlreiche Stichverletzungen auf. Des Mordes wird Robs und Michelles gemeinsamer Sohn Nick verdächtigt, der schon wenige Stunden nach der Tat verhaftet und wegen zweifachen Mordes angeklagt wurde. (tsch)
