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Tödliches GondelunglückWie steht es um die Sicherheit von Seilbahnen?

3 min
Gondel in Schweizer Skigebiet abgestürzt

Das Unfallgebiet in der Schweiz liegt auf rund 2.000 Metern Höhe.

Ein fataler Vorfall in den Schweizer Alpen rückt die Sicherheitsvorkehrungen bei Seilbahnen in den Fokus. Eine Frau verlor dabei ihr Leben.

In einem Skigebiet in der Schweiz hat sich ein tragischer Vorfall ereignet, bei dem eine Frau am Mittwoch verstarb, nachdem eine Gondel herabgestürzt war. Dies führt zu einer Debatte über die Sicherheitsstandards von Seilbahnen. Videoaufnahmen dokumentieren, wie die Kabine sich bei heftigem Wind vom Tragseil trennte, zu Boden fiel und eine verschneite Piste hinunterglitt. Die Polizei gab am Mittwochabend bekannt: „Die Umstände, die zum Unglück geführt haben, sind zurzeit noch unklar.“ Eine Untersuchung wurde von der Staatsanwaltschaft eingeleitet.

Generell wird Gondeln eine hohe Sicherheit als Beförderungsmittel attestiert. Im Verhältnis zur millionenfachen Inanspruchnahme kommen Zwischenfälle nur äußerst selten vor.

Einschätzung der Sicherheitslage

„Die sicherste Zeit bei einem Skiausflug ist die Zeit in der Seilbahn“, äußerte der Schweizer Seilbahn-Fachmann Reto Canale im Hinblick auf die Risiken bei der Anreise und auf den Abfahrten. Er unterstrich allerdings ebenso: „Das Restrisiko ist nicht gleich null, wenn auch extrem gering.“

Rigide Betriebsvorschriften und Kontrollen

Obwohl die Bestimmungen für Seilbahnen international unterschiedlich sein können, sind die Auflagen generell sehr rigide. Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz unterliegen die Anlagen häufigen Inspektionen. Für spezifische Komponenten der Bahnen existieren tägliche, wöchentliche sowie monatliche Kontrollzyklen, deren Ergebnisse präzise festzuhalten sind.

Die Schweiz verfügt über einige hundert Seilbahnanlagen. In Österreich transportieren über 1.100 Seilbahnen Wintersportler, ergänzt durch 1.400 Schlepplifte.

Gondel in Schweizer Skigebiet abgestürzt

Die Unfallursache ist noch unklar.

Spekulationen über die Unfallursache

Nach Einschätzung von Canale sind bezüglich des spezifischen Vorfalls noch zahlreiche Punkte ungeklärt. Seiner Erfahrung nach handelt es sich oft um eine Kombination verschiedener Einflüsse. Ein heftiger Seitenwind könne eine Kabine derart neigen, dass sie an einer Stütze hängen bleibt. Bei solchen Windverhältnissen ist eine Stilllegung der Anlagen erforderlich. Darüber hinaus könnten laut dpa-Meldung auch Fehler von Personen bei der Wartung oder während des Betriebs eine Ursache sein.

Vergleichbare Vorfälle in der Vergangenheit

Ein Absturz einer Gondel in Oetz, Österreich, im Januar 2024 hatte zur Folge, dass fünf Wintersportler schwere und eine Person leichte Verletzungen erlitten. Damals hatten umgestürzte Bäume die Befestigung einer Kabine vom Tragseil getrennt. Die Acherkogelbahn, mit einer Länge von fast drei Kilometern, befördert Gäste zur Bergstation auf rund 2.000 Metern.

Am Monte Mottarone in Norditalien ereignete sich im Mai 2021 ein Absturz, bei dem eine Kabine in die Tiefe fiel und 14 Personen ums Leben kamen. Lediglich ein kleiner Junge überstand den Vorfall. Zu dem Unglück kam es, weil das Zugseil gebrochen war und die Notbremse nicht funktionierte, da sie außer Betrieb gesetzt worden war. In der Folge wurden mehreren Angestellten der Seilbahn Versäumnisse bei der Instandhaltung zur Last gelegt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.