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Auffällige FlugrouteDeshalb parkt Netanjahus „Wing of Zion“ in Deutschland

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Israels Staatsflugzeug „Flügel Zions“ steht am Flughafen BER.

Israels Staatsflugzeug „Flügel Zions“ steht am Flughafen BER.

Nach der Eskalation im Iran ließ Israels Ministerpräsident seinen Regierungsflieger starten.

Kurz nach den ersten Attacken im Nahen Osten hat Benjamin Netanjahu sein symbolträchtiges Regierungsflugzeug in Sicherheit gebracht. Der israelische Regierungsflieger – auch als „Wing of Zion“ oder „Zions Wings“ bekannt – wurde am Wochenende auf dem Flughafen BER gesichtet. Dabei sorgte die Flugroute für Aufsehen.

Die speziell ausgestattete Boeing 767-300 parkt auf dem Rollfeld in Berlin, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Nach Informationen aus deutschen Regierungskreisen landete die Maschine nach einer vorherigen Anmeldung auf Wunsch Israels auf dem Hauptstadtflughafen.

„Wing of Zion“ kreiste stundenlang über dem Mittelmeer

Nach Daten des Luftverkehr-Portals „Flightradar“ war die Maschine am frühen Samstagnachmittag Ortszeit (kurz nach 13.00 Uhr MEZ) in Israel gestartet. Anschließend kreiste die Boeing dann knapp vier Stunden über dem Mittelmeer, bevor sie nach Norden abdrehte und Richtung Deutschland flog. Am Samstagabend landete die Boeing auf dem Hauptstadtflughafen.

Die Loiter-Phase, also das stundenlange Kreisen, war weder Zufall noch ein „Fluchtmanöver“. Aufgrund der Eskalation nach den US- und israelischen Angriffen auf den Iran sowie dem Tod von Ayatollah Ali Chamenei wollte Israel sein wertvollstes Regierungsflugzeug aus der Gefahrenzone bringen.

Boeing 767-300 sicher in Berlin am Samstag gelandet

Bereits bei früheren Konflikten war die Maschine nach israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen außer Landes gebracht worden. Und auch dieses Mal handelte Israel nach dem Protokoll, um die israelische „Air Force 1“ zu schützen. Das Flugzeug selbst ist ein strategisches Asset: Es ist nicht nur teuer, sondern auch sehr symbolträchtig.

Benjamin Netanyahu vor seinen Dienstmaschine.

Benjamin Netanyahu gibt vor „Wings of Zion“ ein Interview. (Archivfoto)

An Bord auf dem Flug nach Berlin war nur die Crew. Netanjahu selbst befand sich die ganze Zeit in Tel Aviv, wo er Sicherheitsbesprechungen im Hauptquartier des Verteidigungsministeriums leitete und öffentlich zu den laufenden Operationen gegen Teheran sprach.

Auch die israelischen Fluggesellschaften folgten diesem Beispiel. Sie ließen ihre Flugzeuge ohne Passagiere von sämtlichen israelischen Flughäfen aufsteigen, um sie auf direktem Weg ohne Umwege nach Europa zu bringen.

„Wings of Zion“ fliegt leer nach Deutschland

Der Flughafen BER äußerte sich auf Anfrage nicht zum Aufenthalt des Fliegers, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Ob das Flugzeug bald nach Israel zurückfliegt oder vorerst in Berlin bleibt, hängt von der weiteren Entwicklung im Iran-Konflikt ab.

Das israelische Staatsflugzeug „Flügel Zions“ ist eine speziell für offizielle Regierungsreisen und diplomatische Missionen ausgestattete Boeing 767-300. Sie steht sowohl dem Präsidenten als auch dem Ministerpräsidenten Israels zur Verfügung und ist mit modernster Kommunikationstechnik ausgestattet. (mbr/dpa)