Die Aufnahmen aus einer Überwachungskamera zeigen den Täter, wie er einfach durch die Sicherheitsschleuse rennt.
Schüsse bei Trump-GalaVideo aus Überwachungskamera zeigt Sicherheitslücke
Nach dem Vorfall bei einem Korrespondenten-Dinner am Samstagabend (25. April) hat US-Präsident Donald Trump ein Video aus einer Überwachungskamera auf seiner Plattform Truth Social veröffentlicht, das den Täter zeigen soll. Es sind nur wenige Sekunden, doch sie zeigen auch, wie leicht der mutmaßliche Schütze an den Sicherheitsleuten vorbeikam.
Schüsse bei Trump-Gala: Schütze rennt einfach durch Sicherheitsschleuse
Die Szene geht auf den Moment zurück, bevor die Schüsse fielen. Das Video zeigt, wie sich Sicherheitsmitarbeiter an einer Art Checkpoint unterhalten. Ob es sich um Agenten des Secret Service handelt, ist unklar. Plötzlich rennt eine Person an den Mitarbeitern vorbei. In den Händen hält er einen längeren Gegenstand. Medienberichten zufolge soll er eine Schrotflinte, eine Pistole und mehrere Messer bei sich getragen haben.
Wenig später, als die Person schon an den Sicherheitsleuten vorbei ist, eröffnen diese das Feuer. Ein anderes Foto zeigt später einen Mann am Boden, wie er gerade festgenommen wird. Diese Szene ist auf dem Video-Ausschnitt allerdings nicht mehr zu sehen.

Nach dem Schusswechsel bei einer Gala wird eine Person festgenommen.
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Dem amtierenden Polizeichef von Washington D.C. zufolge handelt es sich bei dem Angreifer mutmaßlich um einen Hotelgast. Über die Sicherheitsvorkehrungen in dem Hotel wurden bislang keine Angaben gemacht. Donald Trump sagte unterdessen, bei dem Washingtoner Hotel handele „es sich nicht um ein besonders sicheres“ Gebäude.
Donald Trump lobt Sicherheitskräfte: „fantastischen Job“ gemacht
Kurz nach dem Vorfall hatte Trump die Reaktion der Mitarbeiter aber gelobt. Die Sicherheitskräfte vor Ort hätten einen „fantastischen Job“ gemacht und „schnell und mutig“ gehandelt. In dem Hotel, in dem seit seiner Eröffnung im Jahr 1965 immer wieder bedeutende politische Veranstaltungen stattfanden, hatte 1981 der damalige US-Präsident Ronald Reagan bei einem Mordanschlag eine Schusswunde erlitten.
Über den mutmaßlichen Angreifer sagte der US-Präsident, es handele sich um einen „Möchtegern-Mörder“, der mehrere Waffen bei sich getragen habe. Der US-Präsident fügte hinzu, nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden und seiner Ansicht nach sei der Schütze ein „einsamer Wolf“, also ein Einzeltäter. (mit dpa)

