Der CDU-Politiker hat vor allem in der Telekommunikations- und Medienpolitik sowie in der internationalen Konfliktvermittlung bleibende Spuren hinterlassen.
Minister unter Helmut KohlChristian Schwarz-Schilling mit 95 Jahren gestorben

Christian Schwarz-Schilling war von 1982 bis 1992 als Bundesminister für Post und Telekommunikation in der Regierung von Helmut Kohl tätig. (Archivfoto)
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Der ehemalige Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling ist am Ostermontag in seinem Wohnort Büdingen in Hessen gestorben. Er starb im Alter von 95 Jahren, wie die CDU Hessen am Dienstag mitteilte. Von 1982 bis 1992 war er als Bundesminister für Post und Telekommunikation in der Regierung von Helmut Kohl tätig.
Der CDU-Politiker hatte vor allem in der Telekommunikations- und Medienpolitik sowie in der internationalen Konfliktvermittlung bleibende Spuren hinterlassen. Er veränderte die deutsche Kommunikationsinfrastruktur grundlegend und legte den Grundstein für das digitale Zeitalter in der Telekommunikation.
Christian Schwarz-Schilling trat 1992 von seinem Ministerposten zurück
1992 trat Schwarz-Schilling aus Protest gegen die Haltung der Bundesregierung im Bosnien-Krieg überraschend von seinem Ministeramt zurück. Sein Engagement für die Region setzte er später fort, als er von 2006 bis 2007 als Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina sowie als EU-Sonderbeauftragter tätig war.
Schwarz-Schilling war seit 1957 mit Marie-Luise Schwarz-Schilling (geborene Jonen, *26. April 1932 in Berlin; †22. Oktober 2024) verheiratet. Das Paar hatte zwei Töchter und außerdem vier Enkelkinder.(red)

