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Schwerer Schlag für BayernCSU warnt vor Abzug von US-Kampfbrigade aus Vilseck

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Fraktionssitzungen im Bundestag

Die CSU will einen Truppenabzug aus Bayern nicht einfach so hinnehmen.

Ein möglicher US-Truppenabzug aus Vilseck alarmiert die CSU. Es wäre ein „schwerer Schlag“ für die Region.

Alexander Hoffmann, der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, hat die Erwägungen bezüglich einer Verlegung einer US-Kampfeinheit aus Vilseck in Bayern bekräftigt. Gleichzeitig äußerte er Bedenken vor einem „schweren Schlag“ für den Freistaat. In Berlin erklärte der Anführer der CSU-Parlamentarier im Bundestag: „Dieser Truppenabzug in Vilseck, wenn er denn kommen sollte, das ist ein schwerer Schlag für Bayern, ein schwerer Schlag für die Oberpfalz und im Übrigen auch ein schwerer Schlag für die Sicherheitsarchitektur innerhalb der Nato“. Es sei nicht hinnehmbar, „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“.

Laut Hoffmann liege ihm bezüglich der Truppenreduzierung in Vilseck noch kein finaler Beschluss vor. „Im Moment habe ich nur die Information, dass das in Rede stehen soll. Ich habe da im Moment noch nicht die abschließende Bestätigung.“ Aus diesem Grund sei es sinnvoll, „noch alle Leitungen in die USA glühen zu lassen“. Man müsse den amerikanischen Partnern verdeutlichen, dass die Präsenz von US-Streitkräften in Deutschland auch deren eigenen Interessen diene.

Wirtschaftliche Bedeutung der US-Präsenz für die Oberpfalz

Die hohe ökonomische Relevanz der Streitkräfte für die strukturell schwächere Oberpfalz wurde von Hoffmann hervorgehoben. „Deswegen ist das nichts, was wir als CSU achselzuckend hinnehmen können.“

Eine Ankündigung des Pentagon sieht vor, die Zahl der in Deutschland dislozierten US-Militärangehörigen von circa 39.000 um ungefähr 5.000 zu reduzieren. Wie der „Bayerische Rundfunk“ am Montag meldete, sei davon mutmaßlich die sogenannte Stryker-Brigade am Standort Vilseck betroffen.

Rückzug würde Tausende Soldaten und Zivilangestellte treffen

Vilseck, eine Stadt mit 6.600 Einwohnern, liegt direkt am Truppenübungsplatz Grafenwöhr, dem größten seiner Art außerhalb der Vereinigten Staaten. Laut städtischen Angaben sind in den Rose Barracks vor Ort circa 8.000 Militärangehörige untergebracht, zu denen noch ungefähr 12.000 Angehörige ihrer Familien kommen. Ihre Unterkünfte befinden sich entweder auf dem Areal der Kaserne oder im Umfeld von rund 20 Kilometern. Zusätzlich hängen in Vilseck laut Informationen der Stadt etwa 1.500 zivile Stellen direkt von der Militärbasis ab. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.