Der Darsteller Francis Fulton-Smith zeigt sich beunruhigt über die politische Auseinandersetzung in Deutschland und vermisst die Bereitschaft, aus der Historie zu lernen.
„Mir stellen sich Nackenhaare auf“Fulton-Smith kritisiert den Ruf nach Kriegstüchtigkeit

Die Menschen hätten verlernt, einander zuzuhören, findet Schauspieler Francis Fulton-Smith. (Archivbild)
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Francis Fulton-Smith, ein bekannter Schauspieler, erachtet es als erforderlich, dass die Deutschen mehr Bereitschaft zeigen, aus der Vergangenheit zu lernen. In einem Gespräch mit dem Magazin „Playboy“, das kurz vor seinem 60. Geburtstag stattfand, zeigte er sich laut dpa beunruhigt von der gegenwärtigen politischen Sprache. „Wir erleben hier in Deutschland zwar keinen Krieg, leben aber in Zeiten, in denen Politiker dazu aufrufen, dass wir wieder kriegstüchtig werden sollen. Das sind Worte, da stellen sich mir die Nackenhaare auf“, erklärte Fulton-Smith.
Nach seiner Auffassung haben die Menschen die Fähigkeit verloren, sich gegenseitig Gehör zu schenken. „Meinungsvielfalt ist jedoch ganz entscheidend für das demokratische Zusammenleben in einem Kollektiv“, äußerte der Darsteller. Sollte dies nicht länger gegeben sein, büße die Freiheit der Meinung ihre Bedeutung ein.
Bedenken zur aktuellen Diskussionskultur
Des Weiteren beanstandete Fulton-Smith, dass jede Person mit abweichender Ansicht „sofort lautstark diffamiert und stigmatisiert wird“. Dieser Umstand untergrabe die Freiheit der Meinung.
Er monierte überdies den übermäßigen Gebrauch des Begriffs „Nazi“, wodurch dieser „eigentlich gar keine Wirkung mehr“ habe. Eine solche Verwendung stelle nicht nur eine Herabwürdigung aller Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft dar, sondern sei darüber hinaus äußerst riskant.
Francis Fulton-Smith, der britisch-deutsche Darsteller, erlangte Bekanntheit durch zahlreiche Mitwirkungen in Produktionen für Fernsehen, Kino und Bühne. (red)
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