Auschwitz-Überlebende appellieren an weitere EU-Länder, dem britischen Beispiel zu folgen und Kanye West die Einreise zu verweigern.
Kanye West unerwünschtAuschwitz-Komitee fordert weitere Einreiseverbote in Europa

US-Skandalrapper Kanye West darf nicht nach Großbritannien reisen. (Archivbild)
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Kanye West: Überlebende von Auschwitz verlangen Einreiseverbot. Die Verweigerung der Einreise für den US-Musiker Kanye West seitens der Regierung in Großbritannien wird vom Internationalen Auschwitz Komitee befürwortet. Die Organisation verlangt vergleichbare Maßnahmen von weiteren europäischen Nationen. Diese Erklärung gab Christoph Heubner, ein Vertreter des Komitees, bei einem Besuch in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ab, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet.
Heubner führte aus, dass der Beschluss aus London von Überlebenden auf der ganzen Welt „mit großer Erleichterung und Zustimmung“ registriert wurde. Gleichzeitig sprachen sie dem Premierminister Großbritanniens, Keir Starmer, ihren Dank für seine Position aus. Nach Ansicht der Überlebenden sollte diese Haltung von weiteren europäischen Ländern adaptiert werden.
Auftritte in Italien und Polen vorgesehen
Anlass dafür sind für den Sommer anberaumte Auftritte des Musikers in Italien und Polen. Laut Angaben von Heubner sind Konzerte für die Monate Juni und Juli beispielsweise im polnischen Chorzów und in der italienischen Emilia-Romagna geplant. Die Hoffnung der Überlebenden ist, dass die Organisatoren ihre Einladungen widerrufen und die zuständigen Regierungen eine eventuelle Einreise des Rappers unterbinden.
Heubner begründete dies mit vergangenen Aussagen des Künstlers. Jene Äußerungen hätten nicht allein die Überlebenden des Holocaust sowie deren Angehörige gekränkt, sondern bergen zudem das Potenzial, judenfeindliche Haltungen in der Bevölkerung zu bestärken.
Wiederholte rassistische und antisemitische Bemerkungen
Zuletzt hatte die Regierung Großbritanniens West den Zutritt zum Vereinigten Königreich untersagt. Dieser Schritt war die Konsequenz aus einer Diskussion über geplante Konzerte des 48-jährigen Musikers bei einem Londoner Festival im Sommer. In der Vergangenheit hatte West wiederholt durch rassistische sowie antisemitische Bemerkungen auf sich aufmerksam gemacht. Die Pläne wurden von Premierminister Keir Starmer als „zutiefst besorgniserregend“ eingestuft.
Im Vorjahr brachte West einen Song mit dem Namen „Heil Hitler“ heraus. Eine Entschuldigung erfolgte Anfang 2026 mittels einer ganzseitigen Annonce im „Wall Street Journal“. Der frühere Ehemann von Kim Kardashian schrieb: „Ich bin weder ein Nazi noch ein Antisemit“, und begründete seine vorherigen Aussagen mit einer bipolaren Störung. (red)
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