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Krieg in NahostMann in Dubai durch Trümmer eines abgefangenen Geschosses getötet

7 min
Die Skyline von Dubai.

Die Skyline von Dubai. Ein Mann ist in Dubai nach Behördenangaben durch Trümmer eines von der Luftabwehr abgefangenen Geschosses getötet worden.

Israel und die USA setzen ihre Angriffe fort. In Dubai trifft eine Drohne den Flughafen. Der Iran stellt Bedingungen. Alle Infos im Liveblog.

Dem Militär der USA und Israels ist im Iran ein „Enthauptungsschlag“ gelungen: Gezielt wurden Ali Chamenei und andere Führungsfiguren des Regimes getötet. Irans Streitkräfte feuern Raketen auf Israel ab, auch zahlreiche arabische Staaten geraten unter Beschuss durch den Iran. Alle Informationen rund um die Eskalation in Nahost lesen Sie hier im Liveblog. 

7. März 2026

Iran droht mit „heftigen Angriffen“ auf Nachbarländer

20.13 Uhr: Ein Mann ist in Dubai nach Behördenangaben durch Trümmer eines von der Luftabwehr abgefangenen Geschosses getötet worden. Die Trümmer seien auf ein Fahrzeug gefallen, dabei sei der Fahrer ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Der Mann stammte den Angaben zufolge aus einem asiatischen Land.

18.07 Uhr: Irans Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei hat klargestellt, dass sein Land weiterhin Nachbarländer angreifen wird, die in Teherans Augen die USA und Israel unterstützen. „Beweise der iranischen Streitkräfte zeigen, dass die Geografie einiger Länder offen oder verdeckt dem Feind zur Verfügung steht“, sagte der Hardliner, der der iranischen Übergangsführung angehört, am Samstag. „Die heftigen Angriffe auf diese Ziele werden weitergehen.“

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte am Morgen mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, der Iran werde seine Angriffe auf andere Staaten in der Region einschränken. Die Interimsführung habe „beschlossen, dass keine weiteren Angriffe auf Nachbarländer ausgeführt und keine Raketen abgefeuert werden, es sei denn, ein Angriff auf den Iran geht von diesen Ländern aus“. Zugleich entschuldigte sich Peseschkian, der ebenfalls der iranischen Übergangsführung angehört, für die iranischen Angriffe. In der Folge meldeten aber mehrere Golfstaaten neue Angriffe mit Raketen und Drohnen.

USA nutzen nun britische Luftwaffenstützpunkte

18 Uhr: Die US-Streitkräfte haben damit begonnen, britische Militärstützpunkte für den Iran-Krieg zu nutzen. Das britische Verteidigungsministerium erklärte am Samstag, die USA würden die Stützpunkte für „spezifische Verteidigungsoperationen“ nutzen, um den Iran daran zu hindern, „Raketen in die Region abzufeuern“.

Der britische Premierminister Keir Starmer hatte zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran jegliche britische Beteiligung abgelehnt und den USA zunächst auch die Nutzung britischer Militärbasen verweigert. Einen Tag nach Kriegsbeginn gab Starmer aber bekannt, dass er einer US-Anfrage zur Nutzung britischer Stützpunkte für einen „speziellen und begrenzten Verteidigungszweck“ zugestimmt habe.

2.500 Teilnehmer bei Iran-Demos in Düsseldorf

17.41 Uhr: „Freiheit für Iran“ – unter diesem Motto haben in Düsseldorf nach Polizeiangaben etwa 2500 Menschen demonstriert. Der Andrang war damit am Samstag nur noch etwa halb so groß wie eine Woche zuvor, als rund 5000 Menschen in der Landeshauptstadt auf die Straße gegangen waren.

Nach Polizeiangaben verliefen beide zum gleichen Thema angemeldete Kundgebungen friedlich. Einige Demonstranten trugen erneut Plakate mit Bildern von Reza Pahlavi, dem Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der sich als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht hat.

Irans Revolutionsgarden: Tanker im Persischen Golf angegriffen

16.17 Uhr: Die iranischen Revolutionsgarden haben am Samstag nach eigenen Angaben einen Öltanker im Persischen Golf angegriffen. Das Schiff mit dem Namen „Louise P“, das unter der Flagge der Marshall-Inseln fahre und „mit dem terroristischen Amerika in Verbindung“ stehe, sei mit einer Drohne angegriffen worden, teilten die Revolutionsgarden im Internet mit. Der Tanker sei von einer Drohne getroffen worden.

Kurz zuvor hatten die Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur Tasnim mitgeteilt, sie hätten am Samstag einen Öltanker in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus angegriffen. Das Schiff „Prima“ sei am Morgen von einer Drohne getroffen worden.

Rückholflüge laufen – Hunderte Urlauber stecken weiter fest

14.41 Uhr: Immer mehr gestrandete Touristen sind aus der Nahost-Region zurück in Deutschland – viele warten aber noch auf einen Flug nach Hause. „Flugzeuge stehen in ausreichender Zahl bereit, entscheidend sind sichere Flughäfen und Luftkorridore, die die Behörden freigeben“, erklärte Tui-Chef Sebastian Ebel. „Noch konnten leider nicht alle Gäste zurück nach Deutschland reisen, da Luft- und Seewege gesperrt sind.“

Eine genaue Zahl, wie viele Deutsche wegen des seit einer Woche herrschenden Iran-Krieges festsitzen, gibt es bisher nicht. Seit Dienstag landeten aber mehrere Linienflüge mit Urlaubern und Urlauberinnen auf deutschen Flughäfen. Auch von der Bundesregierung organisierte Sonderflüge brachten Menschen zurück aus der Krisenregion.

Trump kündigt „sehr harte“ Angriffe im Iran an

13.28 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat für Samstag „sehr harte“ Angriffe auf den Iran angekündigt und eine Ausweitung der potenziellen Ziele angedroht. „Heute wird der Iran sehr hart getroffen werden!“, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Außerdem gebe es „wegen Irans schlechtem Verhalten“ ernsthafte Erwägungen, „Gebiete und Gruppen“ anzugreifen, die bislang keine Ziele gewesen seien.

Es drohe dort „komplette Zerstörung und sicherer Tod“, schrieb Trump. Nähere Angaben machte der US-Präsident dazu nicht. Trump hatte den Iran am Freitag zur „bedingungslosen Kapitulation“ aufgerufen. Die USA und Israel hatten am Samstag vergangener Woche massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet.

Luftalarm in Jerusalem – Iran meldet „massive Angriffe“

12.05 Uhr: Der Iran hat am Samstag nach israelischen Angaben erneut Jerusalem unter Beschuss genommen. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, ertönte zunächst Luftalarm, später waren mindestens drei laute Explosionen zu hören. Kurze Zeit später hoben die Behörden den Luftalarm wieder auf. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Verletzten gemeldet.

Das iranische Militär teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna mit, die Marine habe eine „massive Welle von Drohnenangriffen“ gegen „US-Militärstützpunkte“ und auf Israel gestartet. Ziele seien unter anderem die Militärbasis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine weitere in Kuwait gewesen, außerdem eine „strategische Einrichtung“ in Israel.

Eine Rauchwolke steigt nach einem amerikanisch-israelischen Militärschlag über Teheran auf. (Archivbild)

Eine Rauchwolke steigt nach einem amerikanisch-israelischen Militärschlag über Teheran auf. (Archivbild)

Iran: Mindestens acht Tote bei Angriffen

10.23 Uhr: Bei neuen israelischen Angriffen auf den Iran sind nach iranischen Angaben am Samstag mindestens acht Menschen getötet worden. Ein Mitarbeiter der Provinzregierung im zentraliranischen Isfahan sprach von „acht Bürgern, die als Märtyrer gestorben“ seien. Auf Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP waren in der Hauptstadt Teheran Rauchschwaden über dem internationalen Flughafen Mehrabad zu sehen.

Israels Militär setzte nach eigenen Angaben mehr als 80 Kampfflugzeuge ein, diese hätten Ziele in Teheran und im Zentrum des Landes ins Visier genommen. Die „Angriffswelle“ habe sich gegen „Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes“ gerichtet. Im Visier waren demnach unter anderem Abschussrampen für Raketen und weitere Ziele in der Hauptstadt Teheran und im Zentrum des Iran, darunter in Isfahan.

Irans Präsident entschuldigt sich und stellt Bedingungen

9.17 Uhr: Irans Präsident Massud Peseschkian stellt Bedingungen für ein Ende von Luftangriffen auf Nachbarländer. Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib erklärte er, der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten. Zugleich entschuldigte sich Peseschkian für die Angriffe.

Peseschkians Aussage bedeutet, dass auch von US-Militärstützpunkten in der Region keine Angriffe auf den Iran erfolgen dürfen. Da solche Basen in mehreren Nachbarländern stationiert sind, würde die Bedingung faktisch auch die USA betreffen.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht in einer öffentlichen Sitzung des Parlaments. (Archivbild)

Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht in einer öffentlichen Sitzung des Parlaments. (Archivbild)

Dubai: Geschoss über Flughafen abgefangen – Emirates stoppt Flüge

8.56 Uhr: Über dem Flughafen von Dubai hat die Luftabwehr am Samstagvormittag offenbar ein Geschoss abgefangen. Ein Augenzeuge sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer heftigen Explosion und einer Rauchwolke am Himmel. Dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate zufolge attackierte der Iran erneut den Golfstaat. Die Fluglinie Emirates setzte bis auf Weiteres alle Flüge von und nach Dubai aus.

Auf dem Flugüberwachungsportal Flightradar24 war am Samstag zu sehen, dass mehrere Flugzeuge sich über dem Flughafen von Dubai im Kreis bewegten und offenbar Warteschleifen flogen.

Iran: Marine greift Israel und US-Stützpunkte an

8.07 Uhr: Die Marine des Iran hat nach Armeeangaben am Samstag Israel und US-Militärstützpunkte in zwei Golfstaaten mit massiven Drohnenangriffen ins Visier genommen. Die Armee schrieb in einer Mitteilung von einer „massiven Welle von Drohnenangriffen“, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete.

Unter den Zielen seien die US-Basis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ein weiterer US-Stützpunkt in Kuwait gewesen. Zudem hätten sich die Drohnenangriffe gegen eine „strategische Einrichtung“ in Israel gerichtet.

Israel: Mehr als 80 Kampfjets greifen Iran an

7.25 Uhr: Israel hat am Samstag nach Armeeangaben mit mehr als 80 Kampfjets Angriffe auf den Iran geflogen. Das Militär erklärte dazu, die Flugzeuge hätten „eine zusätzliche Angriffswelle auf Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes“ ausgeführt. Im Visier der Luftangriffe waren demnach unter anderem Abschussrampen für Raketen und weitere Ziele in der Hauptstadt Teheran und im Zentrum des Iran.