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Nach Wahlniederlage OrbánsUkraine hebt Reisewarnung für Ungarn auf

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Budapest: Ein in die Flagge der Europäischen Union gehüllter Mann schwenkt am frühen Montag vor dem Hintergrund des Parlamentsgebäudes eine ungarische Fahne.

Budapest: Ein in die Flagge der Europäischen Union gehüllter Mann schwenkt am frühen Montag vor dem Hintergrund des Parlamentsgebäudes eine ungarische Fahne.

Nach der Wahlniederlage des ungarischen Regierungschefs Orbán atmet die benachbarte Ukraine auf.

Nach dem Wahlsieg von Oppositionsführer Peter Magyar bei der Parlamentswahl in Ungarn am Sonntag hat die Ukraine eine Reisewarnung für das Nachbarland aufgehoben. „Das Außenministerium hebt eine frühere Empfehlung auf, von Reisen nach Ungarn abzusehen“, erklärte Außenminister Andrij Sybiha am Montag in Onlinediensten.

„Die Wahl der Ungarn hat das Scheitern der politischen Erpressung und der anti-ukrainischen Propaganda“ der Regierung von Viktor Orbán gezeigt, fügte der ukrainische Außenminister hinzu. Er hoffe auf eine „Normalisierung der Beziehungen“ zwischen den Nachbarländern.

Das Außenministerium in Kiew hatte die Reisewarnung im März verhängt, nachdem die ungarischen Behörden sieben Mitarbeiter einer staatlichen ukrainischen Bank festgenommen hatten, die Bargeld zwischen Banken in der Ukraine und Österreich hin- und hertransportiert hatten.

Bei der Parlamentswahl in Ungarn am Sonntag hatte der seit 16 Jahren regierende Ministerpräsident Orbán eine klare Niederlage hinnehmen müssen. Orbán unterhält gute Kontakte zum russischen Staatschef Wladimir Putin, der seit Jahren Krieg gegen die Ukraine führt. Magyar wiederum gilt als Kritiker Russlands. (afp)