Fahrgäste in NRW müssen sich auf Ausfälle im Bus- und Bahnverkehr einstellen, denn Verdi ruft auch für Sonntag zu Warnstreiks auf. Köln ist nicht betroffen.
Laufender TarifstreitWarnstreiks treffen NRW-Nahverkehr auch am Sonntag

„Warnstreik“ steht auf der Anzeige einer Stadtbahn in Köln. Dort sollen Busse und Bahnen am Sonntag fahren - anders als in Teilen von NRW.
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Die Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen gehen weiter. Für Sonntag (22. März) hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen an ausgewählten Betriebshöfen aufgerufen, heißt es in einer Presseinformation.
Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) sind nicht betroffen, dafür aber zehn Unternehmen in NRW. Je nach Region kann es zu Einschränkungen auf einzelnen oder allen Linien kommen. Nicht betroffen sind weiterhin S-Bahnen und Regionalzüge.
Fahrgäste in Wuppertal, Monheim, Krefeld, Mönchengladbach, Viersen und Hagen sollten sich auf Änderungen und Ausfälle einstellen, das gilt auch bei der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe AG und der Märkischen Verkehrsgesellschaft. Auch ein Betriebshof der Düsseldorfer Rheinbahn wird bestreikt.
Streik: Zeit zwischen den Schichten reiche nur zum Schlafen, sagt Verdi
Hintergrund ist die laufende Tarifauseinandersetzung. Unter anderem geht es um Entlastungen bei Arbeitszeiten und Schichtdiensten sowie um bessere Zuschläge. Ziel sei es, die hohe Belastung zu reduzieren und den Nahverkehr langfristig personell zu stabilisieren. Die Gespräche zwischen Gewerkschaft und dem Kommunalen Arbeitgeber-Verband gehen am 24. März in Bochum weiter.
Verdi will mit den Streiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Verhandlungsführer Heinz Rech erklärte: „Die Beschäftigten halten den Druck im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde weiter aufrecht. Wenn Fahrerinnen und Fahrer ihre Familie nicht nur im Rückspiegel sehen sollen, braucht es spürbare Verbesserungen.“
Kritik kommt vor allem an den Arbeitsbedingungen. „Derzeit reicht die Zeit zwischen den Schichten oft nur zum Schlafen – das Leben und zunehmend auch die Gesundheit bleiben auf der Strecke“, so Rech weiter.

