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Vorsicht bei rohen EiernSo schützen Sie sich vor Salmonellen und anderen Keimen

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Frau färbt Ostereier

Ostern sicher genießen: Hygiene ist essenziell, um Salmonellen-Infektionen zu vermeiden.

Insbesondere an den Osterfeiertagen ist der richtige Umgang mit rohen Eiern wichtig, da sie Keime wie Salmonellen beherbergen können. Wir zeigen, wie Sie sich schützen.

Egal ob zum Frühstück, zum Backen oder für die Osterdekoration: Eier sind ein fester Bestandteil vieler Haushalte, besonders in der Osterzeit. Allerdings ist bei der Handhabung von rohen Exemplaren Achtsamkeit erforderlich, da sich auf der Schale und im Inneren pathogene Mikroorganismen befinden können.

Laut Informationen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) treten insbesondere Salmonellen und Campylobacter relativ oft auf, wie die „dpa“ meldet. Istvan Szabo, der das Nationale Referenzlabor Salmonella am BfR leitet, erläutert: „Das sind Bakterien, die beim Menschen Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen können“. Eine Übertragung der Keime kann von den Legehennen auf die Eier erfolgen oder auch während des Verpackungsprozesses von einem Exemplar zum nächsten.

Die korrekte Lagerung von Eiern

Zur Reduzierung des Infektionsrisikos ist eine Aufbewahrung der Eier im Kühlschrank bei optimalen vier bis sechs Grad Celsius ratsam. Unter diesen Bedingungen ist eine Vermehrung von Keimen stark eingeschränkt. Verbraucherzentralen weisen allerdings darauf hin, dass Eier nach der Kühlung nicht wieder wärmeren Bedingungen ausgesetzt werden sollten. Andernfalls kann sich Kondenswasser ansammeln, welches die Schale durchlässig macht und das Eindringen von Erregern begünstigt.

Schutz vor Infektionen durch Erhitzen

Eine ausreichende Erhitzung von Eiern bietet verlässlichen Schutz. Szabo führt dazu aus: „Es gibt einen schönen Grundwert: Mindestens zwei Minuten bei mindestens 70 Grad Kerntemperatur“. Er fügt hinzu: „Wenn wir das beim Eierkochen, beim Rührei machen oder im Ofen erreicht haben – dann können wir uns sehr, sehr sicher sein, dass diese Erreger abgetötet wurden.“

Sicheres Auspusten und Verwenden von Ostereiern

Erhöhte Aufmerksamkeit ist bei der rohen Verarbeitung von Eiern erforderlich, beispielsweise für Nachspeisen wie Tiramisu oder das Auspusten für österliche Dekorationen. Das BfR empfiehlt, Eier nicht unmittelbar mit dem Mund auszublasen, weil sich auch im Eiinneren Keime befinden können. Die Nutzung von Werkzeugen wie Strohhalmen ist vorzuziehen. Es wird dringend angeraten, für diesen Zweck ausschließlich sehr frische Eier zu nutzen und sie zuvor mit Spülmittel und lauwarmem Wasser zu reinigen. Als Alternative bieten sich hartgekochte Eier oder Exemplare aus Materialien wie Kunststoff für die Dekoration an.

Frische von Eiern erkennen: So geht's

Ein Ei hat prinzipiell eine Haltbarkeit von 28 Tagen, gerechnet ab dem Legedatum. Mit simplen Methoden lässt sich feststellen, ob es noch frisch ist. Der Schütteltest: Wenn kein Geräusch zu hören ist, gilt das Ei als frisch. Ein gluckerndes Geräusch deutet auf ein älteres Exemplar hin. Eine andere Möglichkeit ist der Wassertest: Ein frisches Ei bleibt in einer Schale mit Wasser am Boden. Mit zunehmendem Alter steigt es weiter nach oben. Wenn es an der Wasseroberfläche treibt, ist vom Verzehr abzuraten.

Die Frische lässt sich ebenfalls beim Aufschlagen beurteilen. Das Eiklar eines frischen Eis ist zähflüssig und der Dotter deutlich gewölbt. Falls das Eiweiß jedoch wässrig erscheint und der Dotter flach ist, sollte das Ei nicht mehr verwendet werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.