Bei den Offensivspezialisten des TuS Zülpich war diesmal die Defensivarbeit ausschlaggebend. Marvin Iskra gelingt der einzige Treffer.
Fußball-LandesligaTuS Zülpich gelingt ein Arbeitssieg gegen Brand

Marvin Iskra hatte wieder alles Grund zum Jubeln: Er erzielte den einzigen Treffer.
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DJK Rasensport Brand – TuS Chlodwig Zülpich 0:1 (0:1). Dass es für sein Team ein schwerer Auftakt in den zweiten Saisonabschnitt werden würde, war David Sasse von Beginn an klar. Der Kontrahent hatte wenige Tage zuvor im Aachener Pokalwettbewerb den Ligarivalen Verlautenheide – immerhin Tabellenvierter – mit 6:0 auf die kurze Heimreise geschickt. Umso erfreuter war der sportliche Leiter über den Umstand, dass seine Spieler dem Druck standgehalten und sogar mit der maximalen Ausbeute gen Römerstadt aufbrechen konnten.
Die Art und Weise des Erfolgs war Sasse hinterher ausnahmsweise mal egal. „Der heutige Dreier fällt eindeutig unter die Kategorie Arbeitssieg. Aber ich bin trotzdem sehr stolz, weil wir den ganzen Widrigkeiten getrotzt und uns verbal bei der Abwehrarbeit toll unterstützt haben“, resümierte Sasse, dessen Elf aus unterschiedlichen Gründen nicht so dominant auftrat wie gewohnt. Ohne die erfahrenen Thomas Leßenich und Noel Huschke, die große Teile der Vorbereitung gefehlt haben und deshalb nicht in der Anfangsformation standen, fehlte die Sicherheit mit dem Ball, wodurch die Partie überwiegend in der eigenen Hälfte stattfand. „Ich habe selten ein Spiel erlebt, in dem wir so viele Ecken gegen uns hatten. Doch das war kein so großes Problem, weil Lucas Carell, Pascal Schiffer oder auch Johannes Püllen alles rausgeköpft haben“, lobte Sasse sowohl seine Jungs als auch Standardtrainer Andreas Storb für die intensive Vorbereitung der Verteidiger.
Weniger zur Geltung kamen die offensiven Kräfte, doch in der 27. Minute lief alles wie am Schnürchen. Von der Balleroberung von Püllen über die Hereingabe von Devin Nickisch und das Täuschungsmanöver von Luca Ohrem, der das Spielgerät absichtlich durch die Beine rollen ließ, bis zum krönenden Abschluss durch Marvin Iskra ließ der Spielzug keine Wünsche offen. Nach etwa einer Stunde traf Marlon Große den Innenpfosten traf. Ansonsten war wieder Deckungsarbeit angesagt. Diese fiel allerdings so überzeugend aus, dass Sasse nur selten ins Schwitzen kam. „Bis in die Nachspielzeit hatte Brand keinen klaren Torabschluss. Erst in der 93. Minute musste Jan Beyers bei einem gefährlichen Kopfball entscheidend eingreifen“, sagte Sasse. Sein Fazit: „Zu wenig Entlastung, zu wenig Ballbesitz, aber man kann auch mit guter Verteidigung Erfolg haben.“

