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BasketballGroße Party der Erftbaskets Bad Münstereifel hatte einen Schönheitsfehler

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Die Erftbaskets Bad Münstereifel jubeln mit Landrat und Bürgermeister, zwei Spieler halten einen Pokal in die Höhe.

Einen Pokal überreichten Landrat Markus Ramers (l.) und Bürgermeister Sebastian Glatzel (r.) den Erftbaskets.

Die Erftbaskets Bad Münstereifel verlieren das letzte Heimspiel der Saison gegen die Telekom Baskets V – und zwar in der Kurstadt selbst.

Erftbaskets Bad Münstereifel – Telekom Baskets Bonn V 80:85 (40:40). In einer sehr gut besuchten Heinz-Gerlach-Halle in Bad Münstereifel haben die Erftbaskets Bad Münstereifel ihr letztes Heimspiel der Saison gegen die Telekom Baskets Bonn V mit 80:85 verloren. In einer über weite Teile ausgeglichenen Partie liefen die Gastgeber meist einem Rückstand hinterher und gingen nicht unverdient als Verlierer vom Feld. Den Aufstiegsfeierlichkeiten im Anschluss schadete die Niederlage dennoch nicht.

Die Partie begann aus Sicht der Hausherren alles andere als optimal. Viele Fehler im Spielaufbau und eine schwache Trefferquote prägten das erste Viertel, das die Gäste mit 20:14 für sich entschieden. „Man hat schon gemerkt, dass die Luft so ein bisschen raus war. Das letzte Fünkchen hat gefehlt“, erklärte Trainer Florian Hammes nach der Partie und ergänzte: „Nach dem feststehenden Aufstieg ist der Druck abgefallen, aber wir hatten uns trotzdem vorgenommen, die letzten Spiele zu gewinnen.“

Erst Mitte des zweiten Viertels ging Bad Münstereifel in Führung

Im zweiten Viertel steigerte sich sein Team sichtbar. Mitte des Abschnitts gelang erstmals die Führung (30:29), die Partie war anschließend bis zur Pause ausgeglichen und es ging mit einem leistungsgerechten 40:40 in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst ein ähnliches Bild wie zu Spielbeginn. Die Gastgeber fanden erneut schwer in die Partie und gerieten schnell mit 40:50 in Rückstand. Doch wie schon zuvor kämpften sie sich zurück und glichen zum Ende des dritten Viertels wieder aus – 57:57. Somit war vor dem Schlussabschnitt weiterhin alles offen.

Nuno Fragueira hält den Ball in den Händen. Im Hintergrund die volle Tribüne in der Heinz-Gerlach-Halle.

Volles Haus beim letzten Heimspiel: Nuno Fragueira sucht einen Abnehmer.

Auch im letzten Viertel blieb das Spiel eng, allerdings mit leichten Vorteilen für die Gäste aus Bonn. Die Erftbaskets schafften es nicht, dauerhaft die Kontrolle zu übernehmen. „Wir waren hier und da disziplinlos, das hatten wir so in der Saison eigentlich nicht. Das hat uns den Fokus genommen“, so Hammes. Sechs Minuten vor Schluss lag sein Team mit 64:70 zurück.

Die Telekom Baskets Bonn V haben beide Partien gewonnen

In der hektischen Schlussphase wurde es noch einmal spannend: Eine Minute vor dem Ende stand es 76:78. Doch in den entscheidenden Momenten fehlte den Erftbaskets die Konsequenz, Bonn brachte den Vorsprung über die Zeit. Die 80:85-Niederlage machte Hammes neben der fehlenden Konsequenz an vielen unnötigen Fouls und kleinen Fehlern fest: „Das ist grundsätzlich okay, aber wenn sich solche Dinge summieren, dann ärgert mich das am Ende.“

Die Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten war erst die dritte Niederlage der Saison, allerdings die zweite gegen die Bonner. „Wir hätten das Spiel gerne gewonnen. Ich hake das jetzt schnell ab, dennoch werden wir für kommende Saison daran arbeiten“, sagte Hammes als Fazit. In der nächsten Saison werden die Erftbaskets nach zweijähriger Abstinenz wieder in der Oberliga spielen.

Gefeiert wurde in der Heinz-Gerlach-Halle, nicht in Euskirchen

Im Anschluss an die Partie rückte der sportliche Ausgang zunehmend in den Hintergrund. Die zahlreichen Zuschauer sowie viele Akteure aus dem gesamten Verein, die während der Partie für eine besondere Atmosphäre sorgten, machten sich bereit zum Feiern. Dass das Spiel überhaupt in Bad Münstereifel ausgetragen wurde – bisher fanden alle Spiele in Euskirchen statt – hatte einen klaren Grund. „Es ist nicht unser klassisches Zuhause, aber wir wollten im Anschluss noch gemeinsam als Verein feiern“, erklärte Hammes. In Euskirchen sei dies organisatorisch kaum möglich gewesen: „Dort müssen wir schnell aus der Halle raus, da kommt keine richtige Stimmung auf.“

So wurde der Abend in Bad Münstereifel zum großen Vereinsfest. Alle Teams – von den Jugendmannschaften bis zu den Herrenteams – wurden einzeln vorgestellt und geehrt. Die Aufsteiger erhielten unter großem Applaus von Bürgermeister Sebastian Glatzel und Landrat Markus Ramers einen Aufstiegspokal überreicht. „Die Stimmung war super, die Zuschauer waren da, auch prominente Gäste – die Bühne war gut“, sagte Hammes: „Nur leider hat am Ende das Ergebnis nicht ganz gepasst.“