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Kreisliga-KolumneFür die Rasenplatz-Teams im Kreis Euskirchen wird's ein stressiger Frühling

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Simon Dürbaum (l.) wird von Mechernichs Marcel Zahn bedrängt. Im Hintergrund ist das Publikum zu sehen, das in der Sonne sitzt.

Rotbachtals 3:0-Torschütze Simon Dürbaum (l.) wird von Mechernichs Marcel Zahn bedrängt.

Erneut waren witterungsbedingt Sportplätze nicht bespielbar. Einige Stürmer zeigten sich treffsicher. Und es gibt einen Rückzieher.

Der April, der April, der macht, was er will. Und wie gerade die Vereine mit Rasenplatz in den Kreisligen wissen: Der März ist der neue April. So wie 50 das neue 30 ist. Und Raider ist jetzt (schon länger) Twix. Die neuen 30er erinnern sich.

Apropos erinnern: So manches Rasenplatz-Team dürfte sich kaum noch daran erinnern, wie Heimspiele gehen. Fragen Sie mal in Firmenich nach. Die Spieler des SSC haben endlich mal wieder ein Pflichtspiel bestritten, das erste seit dem 21. November, dem Tag des Pokalaus' gegen Zülpich. Gegen Keldenich-Scheven, natürlich auswärts auf einem Kunstrasenplatz, verlor das Team von Patrick Züll mit 1:2. Zwar hat Firmenich genauso viele Punkte wie die SG Houverath/Mutscheid, die auf einem Abstiegsplatz steht. Aber eben auch noch vier Partien weniger ausgetragen. Da wird sich also noch etwas korrigieren.

Schöneseiffen und Frauenberg fehlen noch zwei Partien in der Kreisliga A

Das Problem kennen auch Kreisliga-A-Vereine: Schöneseiffen und Frauenberg fehlen je zwei Spiele. Während der SVF das verschmerzen kann, steht er doch im Mittelfeld ohne Ambitionen nach oben oder Angst, noch etwas mit dem Abstieg zu tun zu haben, sieht das beim SVS anders aus. Das Team von Heiko Zimmer befindet sich mitten im Abstiegskampf. Das Nachholspiel gegen Nierfeld ist für den Karsamstag angesetzt, die Partie in Frauenberg für Mittwoch, den 6. Mai. Das Spiel der Frauenberger gegen Mechernich hat noch keinen Termin. Am Karsamstag muss der SVF im Loch im Kreispokal gegen Dahlem-Schmidtheim antreten.

Das Problem zieht sich bis ganz nach unten. Frauenberg II hat in der Kreisliga C1 nur zwölf Spiele bestritten, Bessenich III hat ganze vier mehr. Schöneseiffen II in der Kreisliga C3 hat zehn Spiele und damit bis zu drei Spiele weniger als die Konkurrenz absolviert und ist zuletzt sogar an einem Freitagabend nach Simmerath ausgewichen. Von Sportplatz zu Sportplatz sind das rund 25 Kilometer oder 30 Minuten Fahrtzeit. Von Heimspiel kann man da nicht reden, das dürfte aber nicht der alleinige Grund für die 0:6-Pleite gegen Weyer gewesen sein.

DoRis Mathias Diederichs erzielte seine Saisontreffer 24 bis 28

Ansonsten war am Wochenende vor allen Dingen die Treffsicherheit einiger Akteure auffallend. Allen voran von einem, der dafür bekannt ist, dass er weiß, wo das gegnerische Tor steht: Dollendorf-Ripsdorfs Mathias Diederichs. Fünfmal hat er beim 7:0-Erfolg bei Houverath/Mutscheid „eingenetzt“, wie man das so schön heute sagt. Das 5:0 bis 7:0 war dabei die schönste Form des Hattricks: Drei Tore am Stück in einer Halbzeit, da spricht man auch von lupenrein (wobei man sich da die Frage stellen muss, was eine saubere Lupe mit drei Toren... ach, lassen wir das). 28 Treffer hat Diederichs nun in der Kreisliga B1 erzielt, zehn mehr als die beiden Zweitplatzierten. Diederichs benötigte dafür nur zwölf Spiele.

Vier Tore gingen beim Golbacher 7:3-Sieg in Nierfeld auf das Konto von Max Hofmann, der nun bei 14 Treffern in der Kreisliga A steht. Drei Tore erzielte Bliesheims Alexander Lafazanis in der Kreisliga B1. Auch ihm gelang ein lupenreiner Hattrick beim 4:1-Sieg gegen den Mitaufstiegsaspiranten SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich, der deshalb besonders war, weil er alle drei Treffer vom Elfmeterpunkt erzielte, und das innerhalb von 19 Minuten. 

Erftstadt-Lechenich II zurückgezogen: Nur ein sportlicher Absteiger in B1

Weitere Dreifachtorschützen waren Dominik Brausch beim 6:2-Sieg des SC Roitzheim gegen die Sportfreunde Wüschheim-Büllesheim, Pawel Hoppe beim 6:1-Erfolg von Schönau II gegen Dahlem-Schmidtheim II (lupenreiner Hattrick zwischen der 31. Minute und dem Halbzeitpfiff) und Imad Savour von Nöthen-Pesch-Harzheim II beim 8:3-Erfolg gegen Wüschheim-Büllesheim II.

Und dann noch die unschöne Nachricht des Wochenendes: In der Kreisliga B1 hat nach Bessenich II nun auch Erftstadt-Lechenich II die Mannschaft zurückgezogen. Das bedeutet, es wird in der Staffel nur noch einen sportlichen Absteiger geben. Da alle Spiele mit Beteiligung von Lechenich II annulliert wurden, hat besonders Bürvenich profitiert, weil die SG als einziges Team aus der Spitzengruppe Punkte gegen den Zurückgezogenen gelassen hatten.