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Wende in ZDF-Sendung„Bares für Rares“ enthüllt Diamanten-Trick bei Erbstück aus der Eifel

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Die 24-jährige Verwaltungsangestellte aus der Eifel erlebte in der ZDF-Trödelsendung gleich mehrere Überraschungen.

Mit einer mit Diamanten besetzten Brosche ist Hannah Lutz, Verwaltungsfachangestellte aus Heimbach, in die ZDF-Sendung „Bares für Rares“ vom Dienstag (10. Februar) gekommen. „Ich würde mir sowas nicht mehr an meine Klamotten hängen“, gestand die 24-Jährige lachend vor der Sendung. Das sei einfach nicht alltagstauglich für sie.

Ein Thema, mit dem sich auch Moderator Horst Lichter und Expertin Wendela Horz vor der Expertise beschäftigten. „Jede Brosche ist ja für sich ein Unikat. Man sollte ja vielleicht einfach mal den Mut haben, sie einfach wieder zu tragen“, warf Lichter ein. Ein Argument, das bei Horz auf volle Zustimmung traf.

„Bares für Rares“-Expertin enthüllt Schmuck-Trick bei Familienerbstück aus der Eifel

Das Schmuckstück hatte ihre Mutter damals geschenkt bekommen, berichtet die Eifelerin im Gespräch mit Horst Lichter. Es habe sich um ein Geschenk von ihrer Tante und ihrem Onkel gehandelt. Aber es habe auch damals schon leider nur in der Schublade herumgelegen. Die Entscheidung, die Brosche bei „Bares für Rares“ zu verkaufen, sei deshalb nicht schwer gefallen.

Die Brosche sei um 1930 aus 750er-Gold gefertigt worden, nahm Wendela Horz ihre Expertise auf. Hervorzuheben seien die „ganz reichhaltigen Aussägungen und die grafischen Muster, die in der Zeit auch sehr beliebt waren“. „Sehr interessante Strukturen“, begeisterte sich Horz.

Der Schmuck aus der Eifel sorgte auch bei „Bares für Rares“ für Begeisterung. Aber war das Erbstück wirklich so viel wert?

Der Schmuck aus der Eifel sorgte auch bei „Bares für Rares“ für Begeisterung. Aber war das Erbstück wirklich so viel wert?

Die Anzahl der Diamanten sei aber nicht so hoch, wie man vielleicht vermuten möge. Auch der große Stein in der Mitte bringe nur 2 Karat. Er werde durch die stichförmige Fassung so aufgewertet, dass er deutlich größer aussehe, so die Expertin weiter.

Verkauf bei „Bares für Rares“ verloren? Expertenschätzung überrascht

Ausführungen, die bei der 24-jährigen Verkäuferin aus Heimbach nicht unbedingt auf freudige Ohren stießen. Schließlich hatte sie sich einen recht hohen Erlös für die Brosche aus Familienbesitz bei „Bares für Rares“ erhofft.

Schmuck aus der Eifel bei Bares für Rares

Die Entwicklungen während der Expertise von „Bares für Rares“ bereiteten der 24-Jährigen aus der Eifel Sorgen.

Auch bei den anderen Diamanten handelte es sich um kleine Steine von etwa 0,2 Karat, die durch die künstlerische Platinfassung geschickt in Szene gesetzt wurden. Insgesamt handele es sich laut Wendela Horz aber um eine sehr wirkungsvolle Arbeit, mit der sich viel anfangen lasse, wenn man ein wenig kreativ sei.

Aber wie viel war die Brosche jetzt wert? Hannah Lutz schwebte ein Wunschpreis von 1000 Euro vor, brachte sie zögerlich vor. Aber war dieser bei der Expertise wirklich noch realistisch?

Nahaufnahme der Brosche bei „Bares für Rares“. Die Diamanten sind gar nicht so groß, sondern nur sehr kunstvoll eingefasst.

Nahaufnahme der Brosche bei „Bares für Rares“. Die Diamanten sind gar nicht so groß, sondern nur sehr kunstvoll eingefasst.

Doch die Expertenschätzung von „Bares für Rares“ führte zu einer Überraschung. Schließlich handele es sich hier um 750er-Gold, hob Horz hervor, und das bei etwa zehn Gramm. Schon allein beim reinen Goldwert liege man da also bereits bei 650 Euro. „Und ein paar Steine sind ja drin, dazu die Gestaltung und das Alter.“

Der Schätzpreis lag mit 1200 bis 1500 Euro schließlich sogar noch über dem Wunschpreis. „Sehr gut, das freut mich“, jubelte Lutz, die mit solch einem Ergebnis offenbar nicht mehr gerechnet hatte.

„Bares für Rares“-Händler zunächst enttäuscht: „Sieht nach ganz viel aus“

In der Händlerrunde von „Bares für Rares“ stieß das Schmuckstück direkt auf Interesse. Über das Karat von insgesamt 0,22 waren die Händlerinnen und Händler erstaunt, auch hier hatte man mehr erwartet. „Sieht nach ganz viel aus“, so Roman Runkel.

Vielleicht auch der Grund dafür, warum die Verhandlungen zunächst nicht richtig in Gang kommen wollten. Händler Benjamin Leo Leo eröffnete mit 200 Euro und ließ damit noch viel Platz nach oben. Doch direkt mit dem zweiten Gebot ging es schon steil in die Höhe: Susanne Steiger warf 600 Euro in den Raum. Auch David Suppes stieg mit ein – und so schraubte sich der Preis dann doch immer weiter nach oben.

Händlerin Susanne Steiger konnte sich schließlich mit einem Gebot über 1350 Euro durchsetzen. Ein Ergebnis, mit dem sich die Heimbacherin Hannah Lutz sehr zufrieden zeigte. „Ich hatte am Anfang schon Bedenken, dass es gar nicht in die richtige Richtung geht“, gestand die 24-Jährige nach der Sendung.