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Krankenhaus PrümLand Rheinland-Pfalz und Kreis Bitburg-Prüm wollen Verluste ausgleichen

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Eine Statue mit dem Logo des Krankenhauses Prüm steht vor der Klinik.

Für alle Beteiligten ist klar, dass das Krankenhaus in Prüm eine große Bedeutung für die medizinische Grundversorgung hat.

Die Zukunftssicherung für das insolvente Krankenhaus in Prüm ist nach wie vor unklar: Gibt es einen neuen Träger oder eine Kooperation?

Um das in die Insolvenz geratene St.-Joseph-Krankenhaus in Prüm zu erhalten, wollen das Land Rheinland-Pfalz und der Landkreis Bitburg-Prüm die bisher aufgelaufenen Verluste ausgleichen und notwendige Investitionen vornehmen. Das hat der Kreistag in Bitburg in einer Sondersitzung Anfang März beschlossen.

Spätestens zum Jahresende soll zudem nach den Vorstellungen der Gläubigerversammlung, die am 11. März stattgefunden hat, der Landkreis entweder alleine oder in Kooperation mit einem Partner das Krankenhaus und seine 450 Arbeitsplätze übernehmen und so sichern. Das teilt eine mit der Insolvenzverwaltung beauftragte Anwaltskanzlei mit.

Zukunftssicherung des Prümer Krankenhauses ist weiterhin ungeklärt

Doch diese Sicht der Dinge relativierte der Landkreis Bitburg-Prüm jetzt auf Anfrage: Eine alleinige Übernahme der Trägerschaft werde zum jetzigen Zeitpunkt als Ziel der Gespräche „ausdrücklich nicht bestätigt“. Man schließe vielmehr auch eine alleinige Übernahme durch einen anderen Träger nicht aus. Ebenso denkbar sei nach wie vor eine geteilte Trägerschaft mit einem weiteren Partner. Damit ist die entscheidende Frage zur Zukunftssicherung des Prümer Krankenhauses auch ein halbes Jahr nach Anmeldung der Insolvenz ungeklärt.

Bestätigt hat sich mittlerweile allerdings, was von vorneherein als Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des St.-Joseph-Krankenhauses vermutet wurde: Es gibt vor allem einen Sanierungsstau. Man müsse in notwendige bauliche Maßnahmen investieren, bestätigte der Landkreis Bitburg-Prüm in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig aber lässt die Verwaltung eine finanzielle Beteiligungsmöglichkeit des Landkreises noch offen. Die müsse vielmehr auf Basis eines abgestimmten Gesamtkonzeptes bewertet werden, heißt es.

Die nächste Gläubigerversammlung soll am 30. April stattfinden

Ziel aller weiteren Gespräche mit den Gläubigern, dem Land Rheinland-Pfalz, das den Erhalt des Krankenhauses als Teil der medizinischen Grundversorgung betont, und dem Landkreis Bitburg-Prüm sei es, „eine tragfähige und langfristig verlässliche Lösung zu finden“, so die Bitburger Behörde.

Die nächste Gläubigerversammlung vor dem Amtsgericht Bitburg ist für den 30. April terminiert.