Für die Entwicklung von Gemünd soll ein Innenstadtkonzept erstellt werden. Die Bürger können ihre Ideen und Vorstellungen einfließen lassen.
Fünf Workshops geplantBürger sollen am Zukunftskonzept für Gemünd mitarbeiten

Der Marienplatz ist einer der Plätze, die attraktiver gestaltet werden sollen.
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Die Stadt Schleiden will die Zukunftsfähigkeit von Gemünd nachhaltig sichern und den Stadtteil weiterentwickeln. Welche Projekte und Maßnahmen sinnvoll und finanzierbar sind, soll in den kommenden Monaten im Rahmen von fünf Bürgerworkshops diskutiert werden. Der erste Termin ist am Mittwoch, 18. März, um 19.30 Uhr in der Grundschule Gemünd.
Bis Ende 2026 will die Stadt einen Antrag auf Städtebauförderung für den Ort Gemünd stellen. Dafür muss aber eine Grobplanung vorgelegt werden, die im Rahmen des Integrierten Innenstadtkonzepts Gemünd (ISEK) erstellt werden soll. „Betrachtet wird der gesamte Bereich vom Kurpark bis zum Kreisel am Ortseingang aus Richtung Mauel“, erklärte Bürgermeister Ingo Pfennings.
Erste Entwürfe hatte das Büro Erlebnisplan aus Köln bereits im März 2022 vorgestellt. „An dem Abend wurde über mögliche Flächen und Projekte gesprochen“, sagte der Bürgermeister. Das Interesse der Bürger sei groß gewesen.
Mehr Lebensqualität und Freizeitangebote für die Gemünder
Geplant ist unter anderem, die Fläche am Katharinenhof sowie den Marienplatz und den Eifel-Ardennen-Platz mittelfristig umzugestalten. Dadurch sollen die Lebens- und Aufenthaltsqualität auf den Plätzen verbessert und Begegnungsmöglichkeiten und Freizeitangebote geschaffen werden, die zusätzliche Nutzungen ermöglichen. Außerdem sollen die Plätze deutlich grüner werden als bislang.
Ziel ist, die Ortsmitte von Gemünd zu stärken, nachhaltige städtebauliche Strukturen zu schaffen, Abwanderungen von Betrieben und Leerstände zu vermeiden und neue Nutzungen für Brachflächen zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen Maßnahmen entwickelt werden, die zur Verbesserung sozialer Rahmenbedingungen beitragen.
Um eine 60-prozentige Förderung zu erhalten, muss die Stadt aber ein städtebauliches Konzept vorlegen. In den städtischen Haushalten sind für das Projekt in diesem Jahr 120.000 Euro und in den nächsten drei Jahren jeweils 800.000 Euro eingeplant.
Eigener Workshop für Jugendliche wird angeboten
Voraussetzung für die Förderung ist ein integriertes, städtebauliches Entwicklungskonzept. Ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses ist die aktive Beteiligung der Bevölkerung. „Die Erfahrungen, Ideen und Anregungen unserer Bürgerinnen und Bürger sind sehr wichtig, um gemeinsam tragfähige Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des Ortsteils zu erarbeiten“, betonte der Bürgermeister.
Er hoffe, dass sich möglichst viele Bürger an dem Prozess beteiligen. „Zum einen, damit viele Ideen einfließen, und zum anderen, um eine breite Akzeptanz für die Entwicklung der Innenstadt Gemünds zu schaffen. Deshalb haben wir auch mit Absicht einen Jugendworkshop in das Programm aufgenommen“, so Pfennings. Er findet am Dienstag, 28. April, um 17 Uhr in der Gemünder Grundschule statt.
Darüber hinaus werden an den beiden Donnerstagen, 16. und 30. April, ab 17 Uhr Online-Veranstaltungen angeboten. Der letzte Workshop findet am Dienstag, 9. Juni, um 18 Uhr in der Grundschule statt.
„Wir wollen den Förderantrag Ende September einreichen“, erklärte der Verwaltungschef. Anfang 2027 solle dann die Bewilligung vom Bund vorliegen. „Wenn dann keine weiteren Detailplanungen notwendig sind, können wir im nächsten Jahr mit den Arbeiten beginnen“, hofft Pfennings.

