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Mit Eifeler CharmeViele eigene Kräfte sorgten bei der Sitzung in Herhahn für Stimmung

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Zwei Redner stehen in Kostümen auf der Bühne.

„Der Wiener und der Bauer“ waren mit ihrem Zwiegespräch bei den Morhahne.

Die Sitzung der „Mohrhahne“ bot ein abwechslungsreiches Programm.  Beiträge aus der Dorfbevölkerung sorgten für viel Lokalkolorit.

Heiterkeit, Jubel und ganz viel Trubel ist angesagt, wenn   „De Morhahne“ im heimischen Bürgerhaus ihre Karnevalssitzung über die Bühne bringen. Restlos ausverkauft war der Dorfsaal, die Jecken hatten auch jede Menge gute Laune mitgebracht.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Alexandra Ronig und Swen Ulbrich, die mit Humor und Entschiedenheit das Geschehen stets fest im Griff hatten. Sie präsentierten ein abwechslungsreiches Programm, das, wie in Herhahn und Morsbach üblich, vor allem mit Beiträgen aus den Reihen der Dorfbevölkerung gefüllt war und damit viel Lokalkolorit und Eifeler Charme enthielt. Wie bei Peter Weimbs, Norbert Becker und Ralf Meyer, die sich bei einer Büttenrede in der Böschbud im Nationalpark trafen und sich über lokale Ereignisse lustig machten. Für Ralf Meyer war es bereits der elfte Einsatz als Redner auf der Bühne in Herhahn, so dass er auch für diese Leistung geehrt wurde.

Büttenreder schildert Erlebnissen in der Sommerferien-Idylle

Aus der Garde der Morhahne-Jugend überzeugte Solomariechen Marie London, während Arne Ronig in einer Büttenrede seine Erlebnisse in der Sommerferien-Idylle aufspießte. Eine Persiflage auf den „Schuh des Manitu“ steuerte der Junggesellenverein bei. Auf eine Hochseereise nahm die Schautanzgruppe Kuddelmuddel das Publikum mit. Auch die heimische Garde zeigte ihren Sessionstanz.

Für Stimmung sorgte das Sötenicher Männerballett „Süetenicher Traumtänzer“. Ein klassisches karnevalistisches Zwiegespräch präsentierten „Der Bauer und der Wiener“ alias Michael Gülden und Leopold Braun. Sie nahmen nicht nur die Feinheiten des Ehelebens auf die Schippe, sondern auch die Unterschiede von Fans der Fußballvereine 1. FC Köln und Bayern München. Dabei brachten sie auch immer wieder das Publikum zum Mitsingen.

Dass Karneval auch Satire sein kann, stellte der Vereinsvorstand in seinem Sketch unter Beweis, in dem sie die Hürden der Bürokratie in den verschiedenen Epochen der Geschichte auf die Bühne brachten. So präsentierten sie unter anderem das Paradies, den Untergang der Titanic oder Romeo und Julia als Großbaustellen der Bürokratie. Für die musikalische Unterstützung sorgte das Tambourkorps Eifelgold. Die Vereinsband „Morhöhner“ übernahm am Ende und sorgte für einen schwungvollen Ausklang.