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Karnevalssitzung in FesthalleWenn in Dom-Esch der Alarm geht, wird es lustig

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Tatü und Tata nennen sich Jens Schreiber und Daniel Pöthmann. Mit Feuerwehrhelmen, auf denen ein Blaulicht montiert ist, ziehen sie zur Karnevalssitzung in Dom-Esch in den Saal.

Tatü und Tata marschieren ein: Jens Schreiber (l.) und Daniel Pöthmann gaben einen humorvollen Einblick ins Dorfleben.

Dom-Escher bestreiten ihre Sitzung mit eigenen Kräften und manch einem humoristischen Rundumschlag.

Sirenengeheul schallte durch die Festhalle, wenige Augenblicke später tauchten im Eingangsbereich die ersten Blaulichter auf. Doch drinnen blieben alle entspannt – in Dom-Esch ist jedem klar, dass das bei der Sitzung kein Notfall ist. Stattdessen wurden die beiden Akteure, die die Blaulichter an Helmen befestigt hatten, mit einem Jubel empfangen, der das Martinshorn noch übertönte.

In den Rollen der Einsatzkräfte Tatü und Tata gaben Daniel Pöthmann, Geschäftsführer der gastgebenden KG Gemütlichkeit Dom-Esch, und der zweite Kassierer Jens Schreiber einen humorvollen Einblick in die skurrilsten Einsätze der vergangenen Jahre. „Wir kommen  aus der Feuerwehr und aus dem Rettungsdienst und bekommen da so einiges mit“, berichtete Daniel Pöthmann.

Für eine gute Pointe darf der Wahrheitsgehalt gerne weichen

Die Büttenrede behandele das Erlebte mit einem Augenzwinkern, bei dem der Wahrheitsgehalt gerne auch einer guten Pointe weichen dürfe. In den Geschichten vom Hühner reitenden Landwirt, der auf seinem neuen „weißen Moped“ durch den Ort jagt, bis zur letzten Golfpartie des Adjutanten mit Pfarrer und Dorfdoktor erkannte sich mancher Sitzungsgast wieder.

Das Bild zeigt vier Tänzerinnen auf der Bühne in Dom-Esch.

Gelungene Choreografien zeigten die Garden des Vereins.

„Das Besondere an unseren Sitzungen ist, dass wir das komplette Programm aus eigenen Kräften zusammenstellen“, betonte Daniel Pöthmann: „Jeder, der heute auf der Bühne steht, ist auch in irgendeiner Funktion an einer unserer Formationen beteiligt.“ Dies verleihe der Dom-Escher Sitzung einen familiären Charme. Das heißt: Die Zuschauer kennen nicht nur ihre Sitznachbarn, sondern auch die Redner, Musiker und Tänzer auf der Bühne.

Deutlich wurde das auch bei dem Auftritt von Hubertus Bollig und Simon Böhmer, die in ihrer Büttenrede mal eben das halbe Publikum auf die Schippe nahmen. Logisch, dass nicht einmal das amtierende   Prinzenpaar mit Prinz Frank II. und Prinzessin Ramona von diesem humoristischen Rundumschlag verschont blieb.

„Die beiden sind ganz kurzfristig für einen krankheitsbedingten Ausfall in unserem Programm eingesprungen. Ihre Rede ist erst vor drei Tagen fertig geworden“, so Pöthmann: „Dies alles zeigt auch den engen Zusammenhalt unserer Mitglieder, die jedes Jahr diese Sitzungen auf die Beine stellen, um dem Dorf die Freude am Karneval zu bringen.“ Diese Freude zeigte sich auch bei den Garden, die mit ihren Tänzen eine gelungene Karnevalssitzung mit familiärem Charme abrundeten.