Die ehemalige Fußballmannschaft des Ortes ging ebenfalls im Zug mit. Bei der fünften Auflage könnte es auch Tollitäten geben.
KarnevalZum dritten Mal ging der Frühstart-Zoch durch Kreuzweingarten

Sie können sich nicht trennen: Die einst erfolgreichen Fußballer sind nun als Allstars und mit ihren Kindern in Kreuzweingarten im Zoch unterwegs.
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Peter Tidrowski, Zugleiter und Geschäftsführer der IG Kreuzweingarten-Rheder, hatte allen Grund zur Freude: Schönstes Wetter und alle Gruppen pünktlich am Start – dem Auftakt des Straßenkarnevals stand nichts mehr im Wege. Eigene Tollitäten brauchte es da nicht. Noch nicht. „Wenn wir die fünfte Session erfolgreich angehen, wollen wir auch eigene Tollitäten dabei haben“, verriet Tidrowski – dieses Mal war's der dritte Zoch.
Von Anfang an haben die Tollitäten der Kernstadt die Bemühungen in Kreuzweingarten unterstützt. Mit dabei waren nun Prinzessin Colette I. und Regent Robert I. „Im Karneval gehören wir zusammen. Da muss man sich gegenseitig unterstützen“, so Colette. So sieht es auch Tidrowski.
Herren der KWG Allstars liefen zum dritten Mal in ihrem Zoch mit
Steht der Zug still, geht er auf Freunde am Straßenrand zu: „Den kenne ich durch den Karneval schon drei Jahre und wir sind inzwischen Freunde geworden,“ sagt er über den Mann im Cowboy-Look. Karneval schafft Netzwerke. 14 Gruppen und sechs große Wagen sind bei dem Zug mit dabei, der sich zwei Stunden durch die Straßen schlängelt. Junggesellenvereine aus Iversheim und Antweiler gehen mit, eine Schaf- und eine Bienengruppe, die Kita-Piraten.

Auch die Schwestern von Maria Rast haben Spaß am Fastelovend.
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Zum dritten Mal dabei sind die Herren und ihre Kinder der KWG Allstars, der ehemals erfolgreichen Fußballmannschaft des Ortes – das ist dann wohl Tradition. „Die meisten wohnen gar nicht mehr hier,“ erzählt einer der Ex-Fußballer: „Aber zum Karneval kommen wir nach Kreuzweingarten und gehen mit.“
An der Straße stehen auch drei Frauen in Nonnenkostümen. Aber nein! Die sind echt und haben in der Menge der Kostümierten ausgelassen ihren Spaß. Eine der Schwestern der Ordensgemeinschaft im nahen Maria Rast, Sr. Marie-Bärbel, schaut für einen Moment ganz ernst: „Wir sind hier, um zu sehen, ob auch alles ordentlich zugeht.“ Und lacht herzlich. Die Taschen der Schwestern sehen aus, als hätten sie schon ordentlich Kamelle gesammelt.
Familie Binder liegt mit ihrem Haus direkt an der Zugstrecke. Sie hat Familie und Freunde eingeladen und wie zahlreiche andere Brötchen und Salate für Hungrige aufgebaut. Stefan Binder ist begeistert: „Man hat richtig Lust auf den Karneval bei dem Wetter. Ich bin im Ort im Sportverein und stehe hier, weil Karneval zum Dorfleben dazugehört.“ Gabi Klein, eine seiner Gäste, kommt aus Niederkassel. Ihre Motivation: „Ich will mir so eine Hochburg des Karnevals nicht entgehen lassen. Nach dem tollen Zug vom letzten Jahr musste ich wieder hierherkommen.“

