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Kampf gegen KriminalitätLand unterstützt Koordinierungsstelle Rhein-Wupper

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Zwei Männer und eine Frau stehen im Gegenlicht.

Übergabe des Bescheids an den Geschäftsführer der „GeKo“, Stefan Grawe, durch Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff und Thomas Hunsteger-Petermann, den Landesbeauftragten für interkommunale Zusammenarbeit.

Die Städte Leverkusen, Wuppertal, Solingen, Remscheid und Langenfeld bündeln ihre Kräfte im Kampf gegen Kriminalität. 

Die Städte Leverkusen, Wuppertal, Solingen, Remscheid und Langenfeld haben die Gemeinsame Koordinierungsstelle Rhein-Wupper (Geko) gegründet, um den Kampf gegen bestimmte Formen der Kriminalität über die kommunalen Grenzen besser zu vernetzen. Dabei geht es laut der Mitteilung von Donnerstag insbesondere um Banden- und Clankriminalität, Sozialleistungsmissbrauch, Menschenhandel, problematische Immobilien, Strohmann-Betriebe und Geldwäsche.

Ziel sei es, Informationen über kriminelle Aktivitäten zwischen den beteiligten Kommunen schnell auszutauschen und gemeinsam vorbeugend tätig zu werden. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Geko finanziell. Am Donnerstag überbrachte der Landesbeauftragte für interkommunale Zusammenarbeit, Thomas Hunsteger-Petermann, den Bewilligungsbescheid des Landesministeriums für Kommunales über 280.000 Euro: „Die Gemeinsame Koordinierungsstelle zeigt, wie groß das Potenzial interkommunaler Zusammenarbeit auch bei schwierigen Themen ist. Erst die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg ermöglicht es, dass Probleme nicht punktuell verdrängt, sondern ganzheitlich wirksam bekämpft werden“, wird der Landesbeauftragte in der Mitteilung zitiert.

Oberbürgermeister Stefan Hebbel, der selbst ausgebildeter Polizeibeamter ist, erläuterte zum Ziel der Geko:„ Zwischen Wupper und Rhein sollen bestehende Strukturen beleuchtet, Geldwäschetätigkeiten durch Immobiliengeschäfte und Bargeldbetriebe erkannt und Sozialleistungsmissbrauch systematisch aufgedeckt werden.“

Die beteiligten Kommunen erhoffen sich, durch die Vernetzung und den gebündelten Austausch ihres Wissens über Grundstücksgeschäfte, Personen- und Unternehmensverbindungen und weitere Erkenntnisse mit den Ermittlungsbehörden von Bund und Land fehlende Puzzleteilchen im Wissen von Ermittlungsgruppen ergänzen zu können. Stefan Grawe als Koordinator der Geko wird von Wuppertal aus arbeiten. Die Kosten für seine Arbeit teilen sich die fünf Kommunen. Eine Lenkungsgruppe soll Grawe zuarbeiten. In jeder Kommune soll er zudem einen festen Ansprechpartner haben.