Der Schlebuscher Bauprojektentwickler HKM feiert an der Bergischen Landstraße Richtfest.
Bergische Landstraße62 neue Wohnungen in Schlebusch werden im Sommer fertig

HKM feiert Richtfest am neuen Wohnhaus an der Bergischen Landstraße.
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Nach rund 20 Monaten Bauzeit werden an der Bergischen Landstraße und der etwas nach hinten versetzten Treptower Straße bis zum Sommer 62 neue Wohnungen entstanden sein. Für jene, die öffentliche Bauprojekte gewohnt sind, klingt das nach einer rasanten Bauzeit. Dennoch ist HKM-Geschäftsführer Philipp Müller nicht ganz zufrieden: „Das sind zwei bis drei Monate länger, als wir eigentlich geplant hatten.“ Da allerdings hatten Probleme mit dem Grundwasser dem Schlebuscher Bauprojektentwickler einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Trotzdem konnte am Freitag Richtfest gefeiert werden – auch das letzte der fünf Gebäude an der Bergischen Landstraße hat seit dieser Woche einen Dachstuhl. Errichtet wurden die Häuser auf dem ehemaligen Busparkplatz des früher ebenfalls dort angesiedelten Reisebüros Hebbel. Einen Teil der Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern und 55 bis 97 Quadratmetern vermietet HKM künftig selbst, der Rest wurde zum größten Teil bereits verkauft, nur zwei Wohnungen sind noch auf dem Markt.

Die Häuser im oberen Bereich der Bergischen Landstraße sind schon von ihrem Gerüst befreit.
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Die Größe der Wohneinheiten hat Müller bewusst gewählt: „Der Immobilienmarkt ist wegen der hohen Zinsen immer noch schwierig, der Mietmarkt ist aber deutlich angezogen.“ Rund 50 Prozent der Käufer hätten die Wohnungen als Kapitalanlage erstanden, um sie künftig zu vermieten. „Das funktioniert aktuell im Bereich der Wohnungen bis 80 Quadratmeter gut, größere Wohnungen sind schwerer zu verkaufen“, sagt Müller. Außerdem nimmt er in Schlebusch eine „Sonderkonjunktur“ wahr, die Wohnlage ist weiterhin sehr gefragt. Das zeigt sich auch in der regen Bauaktivität im Stadtteil: Etwa an der Odenthaler Straße und in der Gezelinallee entstehen aktuell von verschiedenen Bauträgern große Neubauhäuser mit Eigentumswohnungen.
An der Bergischen Landstraße sollen erste Mieter und Eigentümer zum 1. Juni einziehen können, bis 1. August sollen alle Wohnungen übergeben worden sein. Warum kann ein privater Investor solche großen Projekte so viel schneller umsetzen als öffentliche Bauträger? Zum einen sei er nicht an zeitraubende öffentliche Vergabeverfahren gebunden, sagt Müller. „Außerdem arbeiten wir seit Jahrzehnten mit den gleichen Planern und Handwerkern zusammen, viele davon aus der Region.“ Zeitweise seien bis zu 80 Handwerker gleichzeitig auf der Baustelle aktiv. „Da geht alles Hand in Hand.“

