Inhaber Denis Schneider setzt auf ein Konzept ohne gedruckte Speisekarten – dafür mit einer klassischen Tafel-Tageskarte.
Gastrop-Tipp LeverkusenGanz Lützenkirchen liebt die Schnitzel „Bei Denis“

Gastronom Denis Schneider steht „Bei Denis“ nur allzu gern noch selbst hinter der Theke.
Copyright: Charlotte Breidohr
Es ist ein Lokal, das im Stadtteil jeder kennt – und dessen Inhaber Denis Schneider (43) mindestens genauso. An der Bruchhausener Straße in Lützenkirchen, direkt am Kreisverkehr, zwischen der GGS Im Kirchfeld und dem Friedhof, liegt das Restaurant „Bei Denis“. Der herzliche Gastronom gilt in Lützenkirchen als feste Größe, sein Restaurant als Treffpunkt für Gäste aus dem Viertel und weit darüber hinaus. Besonders bekannt ist „Bei Denis“ für Schnitzel in zahlreichen Variationen zu Preisen ab 17,50 Euro. Doch auch saisonale Köstlichkeiten, Fisch- und Fleischgerichte, haben ihren festen Platz auf der Karte.
2024 erfüllte sich Schneider den Traum vom eigenen Eiscafé gleich nebenan: „Bei Denis“ steht nun also für herzhafte und süße Gastronomie mit großem Innen- und Außenbereich und ist eines der gastronomischen Herzstücke des Stadtteils.
Was hat es mit dem Namen auf sich?
„Bei Denis“ steht für den Gastgeber, der hier täglich mit seinem Team aus vier Festangestellten und fünf Aushilfen im Service arbeitet und für viele Gäste schlicht „der Denis“ ist. „Die meisten sagen einfach: Ich gehe zum Denis“, erklärt Schneider. Der Name ist Programm – der Gastronom arbeitet jeden Tag, entweder im Restaurant oder im Café nebenan.
Gründung und Geschichte des Hauses
Das Gebäude wurde in den 1950er-Jahren als klassische Gaststätte erbaut und verfügt im Keller bis heute über eine Kegelbahn. Später entstand vor Ort eine Pizzeria. Im Oktober 2010 übernahm Denis Schneider das Haus gemeinsam mit einem Geschäftspartner, sanierte es umfassend und eröffnete das Restaurant am 1. November 2010 neu.
Was kommt bei Ihnen auf den Teller – und ins Glas?
Gekocht wird deutsche und internationale Küche. „Schnitzel sind unser Verkaufsargument Nummer eins“, sagt Schneider. Doch auch Fisch oder Steak werden gern bestellt. Die Küche arbeitet saisonal, seit rund zehn Jahren mit einer klassischen Tafel-Tageskarte, gedruckte Speisekarten gibt es bewusst nicht mehr. „Wir wechseln regelmäßig, das hält die Küche lebendig“, schildert der Inhaber. Für den Durst geht am meisten frisch gezapftes Gaffel Kölsch über den Tresen.
Was ist das Highlight der Karte?
Neben den Bestsellern, dem Schnitzel mit Paprikasoße für 17,50 Euro (auf der Karte als „Zigeuner-Schnitzel“ zu finden) und Cordon-Bleu (19 Euro), sieht Schneider die hausgemachte Pasta als weiteres Highlight. „Ich esse vielleicht alle vier Monate ein Schnitzel. Ich habe in meinem Leben so viele Schnitzel gebraten und ausgeliefert“, sagt er lachend. „Da freue ich mich am meisten auf Tortellini oder Ravioli, wenn im Küchenalltag Zeit dafür bleibt.“
Was ist das Besondere an Ihrem Lokal?
„Mein Restaurant ist wie ein Wohnzimmer und mein Zuhause“, sagt Schneider. Besonders wichtig ist ihm der Kontakt zu seinen Gästen, die aus der ganzen Region kommen. An Karnevalssonntag veranstaltet Schneider nach dem Zug eine der bekanntesten Karnevalspartys im Stadtteil, zu der auch schon der eine oder andere Profifußballer gekommen ist.

Die Schnitzel sind in ganz Lützenkirchen bekannt und kommen mit Pommes, Bratkartoffeln oder wahlweise Ofenkartoffeln als Beilage.
Copyright: Charlotte Breidohr
Was gefällt Ihnen am Standort Lützenkirchen?
„Lützenkirchen ist mein Dorf, meine Heimat. Ich kenne hier alle“, sagt der zweifache Familienvater, der seit 15 Jahren im Stadtteil lebt. Es gebe immer etwas Neues zu erzählen und zu erfahren. „Erst quatschen sie drüben im Café, abends geht es an meiner Theke weiter“, so Schneider und schmunzelt: „Männer sind genauso gute Tratschtanten wie Frauen.“
Was planen Sie für die Zukunft?
„Ich möchte das Jahr 2026 gut überstehen“, sagt Gastronom Denis. Die Branche habe es bei der aktuellen Wirtschaftslage schwer. Er beobachte, dass Gäste bewusster konsumieren als früher. Auch die steigende Zahl an Bewerbungen für Nebenjobs sei für Schneider ein Zeichen angespannter Zeiten. Dennoch bleibt sein Anspruch klar, er öffnet sogar mittags als eine der wenigen Gastronomien im Umkreis für Reuessen: „Jeder Gast soll sich wohlfühlen. Wenn jemand den Kopf nicht dafür hat, übernehmen wir alles.“
Infos und Öffnungszeiten
„Bei Denis“ auf der Bruchhauser Straße 6 in Leverkusen-Lützenkirchen hat Montag und Dienstag von 17 bis 22 Uhr geöffnet, Donnerstag bis Samstag von 17 bis 23 Uhr. Am Mittwoch und Sonntag ist Ruhetag. Für größere Mittagsgesellschaften, wie für ein Reuessen, öffnet Denis Schneider aber auch nach Absprache. Ab 5,50 Euro gibt es die Tagessuppe, es gibt aber auch Rehrücken mit Püree und Zuckerschoten für 33 Euro.
Es wird angeraten, für die 60 Sitzplätze innen und 60 Sitzplätze im Außenbereich vorher zu reservieren. Über die Website oder unter Tel.: 02171-3995356.

